Elberadweg Teil 1 – Mit dem Rad ans Meer

Freitag, der  17. 07. 2020 – Dessau > Aken. Etwa 500 Meter vom Hauptbahnhof Dessau entfernt, stehen wir an dem Punkt wo der Mulderadweg auf den Elberadweg trifft – ziemlich zentrumsnah. Weder von der Mulde noch von der Elbe ist etwas zu sehen. Wir sind auf der Suche nach dem Zusammenfluss. Ich finde es ganz schön schwach, dass man auf beiden Radwegen an diesem Punkt nicht vorbeigeführt wird. Wird verlassen also den Mulderadweg und lassen auch den Elberadweg erstmal links liegen. Auf eigene Faust und von Google navigiert, fahren wir die B184 entlang. Die Google Navigation passt mir gar nicht aber ohne die hätten wir den Zusammenfluss vermutlich nicht gefunden. Gesehen haben wir auch nur die Mulde. Der Punkt wo Mulde und Elbe zusammentreffen ist so verwachsen mit Dornengestrüpp und mannshohen Disteln, dass die letzten 10 Meter unüberwindbar bleiben. Ich verstehe ja, dass die Tourismusbeauftragten der Stadt Dessau ihr Bauhausgedöhns präsentieren müssen, wenn zwei so bekannte Radwege hier zusammentreffen könnte man das aber auch besser lösen. Wie es besser gemacht werden könnte, werden wir in ein paar Tagen in Havelberg sehen. Genug gemeckert. Nach einem letzten Foto von der Muldenbrücke fahren wir zurück Richtung Stadt um endlich auf dem Elberadweg zu fahren. Den Radweg, der mit einem blauen „e“ markiert ist, fahren wir einen Kilometer bis wir die Elbe zum ersten Mal sehen. Dass exakt hier ein Biergarten ist, kann doch kein Zufall sein 😉 Also machen wir eine Pause und die ersten Fotos von der Elbe. Wir stoßen an auf eine pannenfreie Fahrt und rechnen schonmal aus wie weit wir heute noch kommen. Wir fahren linkselbisch. In den nächsten 2 Wochen werden wir die Seite noch öfter wechseln. Je nachdem wie wir die Orte interessanter finden oder der Weg schöner ist. Von Dessau aus fahren wir noch etwa 15 Kilometer bis Aken. Hier kaufen wir uns Proviant für ein Abendessen und ein Frühstück. Es ist kurz nach 19 Uhr. Wir wollen nicht mehr allzuweit weiterfahren und uns kurz hinter Aken ein Plätzchen für unser Zelt suchen. Auch wenn es hier mit der Fähre eine Möglichkeit gäbe auf die andere Seite zu kommen, bleiben wir vorerst linkselbisch. Der Elberadweg bietet immer auf beiden Seiten eine Variante zum fahren. Hinter einem Schöpfwerk finden wir einen Platz für unser Zelt. Hier sind wir fast unsichtbar versteckt vor Leuten die noch auf dem Radweg unterwegs sind. Wir bauen unser kleines 2 Personen Zelt zum ersten Mal auf. Uns war wichtig, dass wir ein möglichst kleines Packmaß haben, um das Zelt am Oberrohr meines Fahrradrahmens anzupappen. Klein – aber trotzdem groß genug für uns zwei und sogar die Gepäcktaschen bekommen wir mit verstaut. Der Name „Raumwunder“ wird zum Running Gag. Apropos Running Gag … Ein paar hundert Meter vor unserem Lagerplatz sind wir an einem alten Herrenhaus vorbeigefahren. Der Elberadweg führt viele Touristen hier vorbei und somit sichert sich das „Gut Lorf“ als Fahrradstop viele Übernachtungsgäste. Bett und Bike mit Frühstück. Eine große Elberadweg Fahne am Eingang und vermutlich desöfteren eine Party. Anfangs fand ich die leisen Oldies, die man von dort hören konnte sehr angenehm. Beim Einschlafen im Zelt wurde es mit den ersten Schlagern schon etwas nervig. Stufe drei der Stimmungsrakete weckte uns dann immer einmal wieder auf. Alle Ballermannhits in voller Lautstärke. Mehrfach kam Mama Lauda und Johnny Depp Depp Depp. Wie kam ich gleich darauf? Ach ja – unsere Running Gag Sammlung hat nach einem Tag Elberadweg schon drei Einträge. 😀

Tageskilometer:                              37 km
Gesamtkilometer:                           37 km
Fahrzeit:                                          3.00 h
Untergrund:                                    Plattenwege oder Asphalt
Ausschilderung:                              sehr gut
Besonderheit des Tages:                Wie heißt die Mutter von Niki Lauda?

 

Samstag, der 18. 07. 2020 – Aken > Magdeburg. Es war eine relativ kühle Nacht. Als erstes mussten wir unser Zelt von innen trocknen. Heute wird es warm und deswegen haben die ersten Sonnenstrahlen schon genug Kraft das Raumwunder zu trocknen. Wir sitzen schon kurz nach 7 Uhr auf den Rädern. Nach ein paar Kilometern machen wir am Radweg Frühstückspause. Kocher raus zum Kaffee kochen, Brötchen, Käse und Honig in der Sonne am Wegesrand. Ein schönes Leben was ich ein ganzes Jahr vermisst habe. In Breitenhagen haben wir Gelegenheit zum Trinkflaschen auffüllen. An der Fähre gibt es ein Restaurant in Form eines Schiffes. Die Außentoiletten stehen offen und wir füllen unsere leeren Flaschen. Weiter geht es jetzt rechtselbig. Eigentlich nur wegen dem kleinen Ort Ronney, der auf der rechten Seite der Elbe liegt. Wir wählen die Elbfähre Barby ab. Zum einen wollen wir uns das Geld sparen und zum anderen ist ein paar Kilometer eine Brücke eingezeichnet. Zwar ist der Weg nicht ausgewiesen aber wer weiß.
Die Elbebrücke bei Barby ist eine 757 m lange Eisenbahnbrücke aus dem Jahr 1870 mit einem Steg für Fußgänger. Ja – für Fußgänger. Unsere Räder mit den Gepäcktaschen sind fast so breit wie der Steg. 2 mal haben wir Gegenverkehr. Ebenfalls Räder mit Gepäcktaschen. Man kommt schon irgendwie aneinander vorbei, fahren kann man dabei aber nicht. 2004 wurde hier der Bahnbetrieb eingestellt. Die Stadt Barby schloss im mit der Deutschen Bahn einen Vertrag über die Nutzung des Fußweges auf der Elbbrücke, welcher sich seit 1953 bis heute mit einer sechsmonatigen Kündigungsfrist automatisch um ein weiteres Jahr verlängert. In Barby füllen wir wieder unsere Wasserflaschen und weiter geht’s Richtung Pömmelte. Wir verlassen hier den Elberadweg kurz um uns das Ringheiligtum anzusehen. Hier bei Pömmelte entdeckten Archäologen 2006 die Überreste eines mehr als 4.000 Jahre alten Kultortes.  Unweit der Elbe wurde die Kreisgrabenanlage am originalen Fundort rekonstruiert. In Größe, Aufbau und Funktion gleicht das Ringheiligtum Pömmelte dem englischen Stonehenge. Der Bau in Pömmelte bestand jedoch nicht aus großen Steinen, sondern aus Tausenden von Holzpfählen. Beide Anlagen entstanden am Ende der Steinzeit.
13.00 Uhr machen wir Mittagspause in Schönebeck. Im Biergarten des Restaurants WELTRAD manufactur (hier werden tatsächlich seit 1885 Fahrräder mit dem Markennamen WELTRAD hergestellt) Nobel aber Lecker!(Heute gönnen wir uns mal was!) Ein Blick auf die Karte zeigt uns dass wir nur noch 15 Kilometer bis Magdeburg haben. Na schaun wir mal …
Kurz vor dem Stadtrand Magdeburg geht Antje in die Elbe schwimmen. Verglichen mit Dresden ist die Elbe hier nur ein wenig breiter. Vermutlich aber um einiges tiefer. Ich bin hier echt zu feige. Man sieht wie die Strömung in den Buchten kreiselt. Auch wenn es wirklich bestes Badewetter ist, ich bleibe aus Respekt vor der Strömung draußen sitzen. Es sind nur noch wenige Kilometer bis wir von Weitem den Magdeburger Dom sehen können. Beim Mückenwirt, ein Biergarten am Elberadweg, machen wir Rast. Mit einem kühlen Bier verstecken wir uns im Schatten. Es sind nur noch 2-3 Kilometer bis in die Altstadt von Magdeburg. Es ist noch nichtmal 16 Uhr und wir haben schon an unserem 2. Tag auf dem Radweg eine Etappe rausgefahren. Beim Mückenwirt suchen wir nach einer Unterkunft. Die Jugendherberge liegt so zentrumsnah das wir uns schnell entschieden haben. Vor dem Dom gibt es noch ein Eis bevor wir 17 Uhr in der Jugendherberge einchecken. Die Räder stehen im Fahrradkeller und wir gehen noch eine kurze Runde zu Fuß durch die Stadt. Wir suchen eine unserer Enten die wir hier 2018 verklebt haben, leider ohne Erfolg.

Tageskilometer:                              70 km
Gesamtkilometer:                           107 km
Fahrzeit:                                          4.40 h
Untergrund:                                    bis Barby top- dann Kies, Schotter z.T. Straße
Ausschilderung:                              in den Städten saumäßig
Besonderheit des Tages:                 Antje schwimmt in der Elbe

Sonntag, der 19. 07. 2020 – Magdeburg > Bittkau. Das Frühstück in der Jugendherberge war Dank Corona ein wenig abenteuerlich. In den „Frühstückssaal“ kommt man nur durch ein bestimmtes Treppenhaus. Wir stellen unsere Gepäcktaschen vor der Tür ab und gehen rein. Drinnen stellen wir fest, dass es ein Einbahnstraßensystem im Frühstücksraum gibt. Wir werden den Saal also durch eine andere Tür, in ein anderes Treppenhaus verlassen müssen. Brötchen, Kaffee und Eier werden uns auf den Teller gelegt – keine Selbstbedienung wie sonst. Vor den Käse- und Wurstplatten steht eine Box mit sauberen Gabeln und eine weitere mit dreckigen. Jeder hat so seine eigene Gabel am Buffet und diese wird auch gleich wieder „entsorgt“. Wir mussten uns bei der Anreise für eine exakte Zeit zum Frühstück anmelden. Jeder hat dadurch einen 6er Tisch für sich. Als wir fertig sind, bekommen wir eine Diskussion eines anderen Gastes mit, der das mit der Zeit nicht ganz kapiert hatte und nun keinen Tisch hat. Den kleinen Streit nutzen wir um durch die Eingangstür den Saal zu verlassen. Klappt! Mit bepackten Rädern starten wir in einen weiteren heißen Sommertag. Vorbei am Hundertwasserhaus und über die Anna Ebert Brücke. Den Weg kennen wir beide mittlerweile ganz gut vom Silvesterlauf 2018. Wir fahren dann weiter über das Messegelände, vorbei am Jahrtausendturm, am Herrenkrug und in den Elbauenpark. Auch diese Strecke kenne ich gut vom Marathon 2015. Auf dem Weg zum Wasserstraßenkreuz erkenne ich vieles wieder. Kurz vor Hohenwarte kommt eine Umleitung des Elberadweges. Mit 500 Metern ist diese überschaubar, es sollen da aber schon noch ein paar elendig lange Umleitungen kommen. Nach einem kurzen Stop in der Jakobskirche Hohenwarte kommen wir zur Trogbrücke des Wasserstraßenkreuzes.  Es ist die Überquerung des Mittellandkanals über die Elbe. 2003 wurde diese Kanalbrücke Magdeburg über die Elbe fertiggestellt. Ich staune wie schon 2015 Bauklötze beim Anblick dieses Bauwerks und der Schleuse. Wir fahren rechtselbig weiter. In Niegripp finden wir einen Kiosk der 365 Tage im Jahr offen hat um unsere Trinkflaschen nachzufüllen. Der Besitzer fragt uns nach dem Ziel unserer Tour und sagt dann: „Ja. In Cuxhaven war ich auch schonmal mit dem Fahrrad. Ich wollte mal sehen wo der Weg endet. Ich bin aber nur die letzten 10 Kilometer mit dem Rad gefahren. Das hab ich dort geliehen.“  Netter Typ! 365 Tage im Jahr steht er in seinem Kiosk. Respekt! Nicht beneidenswert aber: Respekt! In Rogärtz geht es mit der Fähre auf die linke Elbseite. Es ist mittlerweile so heiß, dass Antje im Bikini fährt. Wir machen Halt am Campingplatz „Sandkrug“. An zwei Seen (Nord- und Südsee) kann hier gecampt werden. Seltsam ist, dass hier überall Baden verboten ist. Wir kühlen uns trotzdem In dem sauberen Wasser ab und sehen jetzt auch den Grund des Badeverbotes. Dichte Schlingpflanzen die das Schwimmen unmöglich machen. Auf dem Campingplatz gibt es nix zum Essen und die sanitären Einrichtungen sind lediglich Dixitoiletten. Nach 5 Kilometern Weiterfahrt auf dem Elberadweg kommt das Hotel „La Porte“. Schon wieder ein zu nobles Mittagessen für uns. Ab morgen sollten wir sparsamer Mittag machen. 😀 Es folgt eine sehr schöne Strecke entlang mehrerer Minidörfer. So wie man sich den Elberadweg vorstellt. Die Elbe immer in Sicht und Wiesen mit Schafen und Kühen. Der Weg selbst ist auf der linken Elbseite aber eher mau. Unzählige Wurzeln die den Asphalt anheben. Ich komme mir vor wie beim Rodeo. In Bittkau kommt ein Campingplatz an einem kleinen See. Das Family Camp Kellerwiehl haben wir uns ausgesucht für die Übernachtung. 15.30 Uhr kommen wir dort an und sind noch die ersten Radler auf diesem Platz. Unser Zelt stellen wir zwischen 3 Bäumen auf. Die kommende Nacht wird sehr warm und darum lautet der Plan „Hängematte“. Das Zelt steht nur als Alibi und für die Gepäcktaschen. Nach einer Abkühlung im See gibt es Kaffee und Mohnkuchen. Zwischenzeitlich sind auch viele Zelte hinzugekommen. Fast ausschließlich Radler mit schweren Gepäcktaschen wie wir. Ein Pärchen fährt die Elbe mit aufblasbaren Kanus ab. Ein Rentnerpaar stellt ihren Wohnwagen mitten auf die Zeltwiese … es gibt viel zu sehen. Außerdem vergeben wir gut gelaunt Spitznamen für die anderen Camper um uns.

Tageskilometer:                              61 km
Gesamtkilometer:                           168 km
Fahrzeit:                                          3.55 h
Untergrund:                                    bis Hohenwarte top- dann Schotter oder Wurzeln zwischen Asphalt
Ausschilderung:                              Umleitungen fraglich sonst ausreichend
Besonderheit des Tages:                 Wir sollten sparsamer essen.

 

Montag, der 20. 07. 2020 – Bittkau > Havelberg. Die Nacht in den Hängematten war gegen morgen doch etwas frisch. Antje hat sich ins Zelt gerettet, ich war zu faul. „Geht schon noch. Wird bestimmt gleich hell.“ Tatsächlich werde ich bald von den ersten Sonnenstrahlen geweckt. Das ist einer der vielen Vorteile wenn man in der Hängematte schläft – man erlebt die Nacht und den Sonnenaufgang viel intensiver. Um uns herum hört man schon jede Menge Zeltreißverschlüsse. Während viele schon umherwuseln, dösen wir immernoch vor uns hin. Brötchen konnten wir vorbestellen. Kaffee kochen wir mit dem Gaskocher. Gegen 9.00 Uhr sind unsere Räder beladen und wir starten. Es ist bewölkt und nicht mehr so warm wie die letzten Tage. Gegen Mittag soll es sogar regnen. Wir sind gut gelaunt und kommen schnell voran. In Tangermünde machen wir auf dem Marktplatz ein zweites Frühstück. Die Kaiser- und Hansestadt Tangermünde ist eine sehr interessante und gut erhaltene Stadt. Hier hätte man sicher einen ganzen Tag verbringen können. In der Altstadt, mit den vielen Fachwerk- und Backsteinbauten schnappe ich die Geschichte der Grete Minde auf. Im September 1617 brannte die Stadt fast vollständig ab. Die Schuld daran gab man – zu Unrecht – der Grete Minde, die aus Rache für das ihr vorenthaltene Erbe gehandelt haben soll. Sie wurde zum Tode verurteilt und 1619 auf dem Scheiterhaufen verbrannt. Die Figur der Grete Minde steht heute als Erinnerung vor dem Rathaus. Als wir Tangermünde wieder verlassen, zieht ein kurzer Schauer über uns hinweg. Auf den nächsten 15 Kilometern betrachten wir etwas besorgt das Niederschlagsradar. Na kommt ein größerer Schauer auf uns zu. In Arneburg füllen wir unseren Proviant auf und wollen den Schauer hier aussitzen. Auf dem Parkplatz vom Lebensmittelmarkt sitzen wir geschützt vor dem Regen und machen 13.00 Uhr Mittagspause. Ungeduldig wie wir immer sind fahren wir auch viel zu früh weiter. Nach ungefähr 10 Kilometern wird der Regen noch einmal zum Wolkenbruch. Diesmal nutzen wir einen Baum als Wetterschutz. Bei Sandau wollen wir mit der Fähre über die Elbe um dann dort irgendwo zu übernachten. Nur ein paar wenige Kilometer vor der Fährstelle steht, dass die Fähre „vorrübergehend außer Betrieb“ ist. Na klasse. Bis zur nächsten Fähre über die Elbe sind zwar nur 6 Kilometer, aber der Elberadweg dorthin wird umgeleitet. So werden aus 6 km reichliche 18! Ne! Meine Laune ist (vorsichtig gesagt)nicht die Beste. Antje googelt einen „anderen Weg“ der uns recht fix zur Fähre Werben bringt. Sogar sehr komfortabel auf 1A Betonplatten und nicht wie befürchtet durch Schlamm und Schmodder. Nun sind wir schon so weit, jetzt können wir auch noch bis Havelberg fahren. Die Regenwolken sind mittlerweile alle verschwunden und die Sonne scheint wieder mit voller Kraft. Kurz vor der Stadt treffen gleich sechs Radwege aufeinander. Jeder mit seinem eigenen Symbol markiert stehen wir am Radwegekreuz. Vor Havelberg, eigentlich in der Havel, liegt die Stadtinsel mit dem Großteil der Altstadt und daneben die Campinginsel. Ein Campingplatz auf einer Insel. Wie geil ist das denn bitte? Wir fragen spontan an und haben Glück. Die Touristenrunde durch die Stadt machen wir ohne die Gepäcktaschen an den Rädern. Es fährt sich gleich viel leichter. Auch wenn Havelberg tatsächlich einen giftigen BERG zu bieten hat. Satt und froh sitzen wir zum Sonnenuntergang an der Havel. Die Nacht wird wieder eine kühle. Gut, dass wir bis hierher gefahren sind und auf dem Zeltplatz untergekommen sind. Kurz nach uns wurden die ersten Radtouristen weitergeschickt. Wegen dem Corona Virus wird der Platz nicht voll belegt. Das werden wir in den kommenden Tagen noch öfter sehen.

Tageskilometer:                              70 km
Gesamtkilometer:                           238 km
Fahrzeit:                                          4.31 h
Untergrund:                                    Schotter, Verbundpflaster und welliger Asphalt
Ausschilderung:                              trotz der Baustellen ganz gut
Besonderheit des Tages:                Wir brauchen Schnaps für Regenpausen!

Dienstag, der 21. 07. 2020 – Havelberg > Cumlosen. Das wird heute der nervigste Tag. Aber wir starten morgens bei Sonnenschein und Super Laune. Noch nichtmal auf dem Radweg bemerkt Antje, dass sie am Hinterrad fast einen Platten hat. Da ich gestern meine Sonnenbrille verloren habe, hole ich mir schnell Nachschub und dann pumpen wir Antjes Reifen erstmal auf. Den Schlauch wechseln will ich nicht bei voll bepackten Rädern auf dem Rossmann-Parkplatz. Wir beide hoffen, die Luft hält erstmal. Den ganzen Tag bleiben wir heute auf der rechten Elbseite. Gleich zu Beginn müssen wir auf eine 13 Kilometer Umleitung entlang einer Bundesstraße, da der Elberadweg seit 2018 gesperrt ist wegen Bauarbeiten. Die Umleitung ist grauenhaft. Welliger Asphalt. Gefühlt gehen 12 der 13 Kilometer bergauf und der Ausblick reicht vom Industriegebiet bis zum Militärgelände. Zurück an der Elbe wird der Gegenwind immer stärker. Der erste Ort den wir seit langem passieren ist Rühstädt. Das Dorf hat gerade einmal 240 Einwohner. Rühstädt ist aber der storchenreichste Ort Deutschlands. In den letzten Jahren brüteten dort bis zu 40 Storchenpaare – hinzu kommen noch zahlreiche einzelne Störche. Vor jedem Nest ist eine Tafel mit Daten angebracht. Wann die Störche in welchem Jahr angekommen sind, wieviel Jungtiere und wann sie dann wieder Richtung Süden abgeflogen sind. Deswegen kommen jedes Jahr zwischen 55.000 und 65.000 Touristen den Ort. Der Störchereichtum ist damit auch ein Wirtschaftsfaktor. Wikipedia sagt, dass etwa 130 Arbeitsplätze in Gastronomie und Hotellerie den Störchen zu verdanken sind. Von wegen! Kein einziges Restaurant, Café oder Imbiss hatte geöffnet. Nach einer weiteren Stunde Gegenwind ist die nächste Umleitung ausgeschildert. Ein netter Opi am Wegesrand sagte uns aber, dass der Radweg am Vortag noch frei war. Toll! Wenigstens was. Außerdem ist hier ein offenes Bauerncafé im Ort!  Im Garten von Scherfs Bauernhof sind Tische und Stühle aufgestellt und aus einem Fenster werden selbstgebackener Kuchen und frisch gekochte Gerichte verkauft. Und Bier! J Das hat uns ein wenig unsere Stimmung gerettet. Gut gestärkt geht es weiter nach Wittenberge. Gedanklich noch die schönen Städte Tangermünde oder Havelberg im Kopf, folgt ein kleiner Kulturschock als wir Wittenberge näherkommen. Bahngleise, Baustellen, ein Industriegebiet und der (historisch geglaubte) Uhrenturm ist aus dem Jahr 1929. Quadratisch, praktisch, nicht gut. L Der Elberadweg führt uns auch schnell an der Stadt vorbei. Noch bevor wir in den nächsten Ort kommen, beschließen wir den Tag zu beenden. Ein kurzer Blick auf die Karte zeigt uns in der nächsten Ortschaft einen Landgasthof mit einer Pension. Wir versuchen es dort auf gut Glück aber diesmal werden wir weiter geschickt. Vielmehr ein paar Meter zurück. Dort ist eine private Zimmervermietung. Gesagt, getan. Aber auch diese Dame will uns weiterschicken da sie nix frei hat. Höchstens … naja … in der Werkstatt hätte sie noch ein Notbett. Die so genannte Werkstatt ist eine 1A schicke Wohnküche mit separatem Badezimmer. Na da brauchen wir nicht zu überlegen. Wir bleiben hier und für diese „Notlösung“ bekommen wir sogar noch einen Sonderpreis. Einen Fuffi für uns zwei inklusive Frühstück. Bingo! Als erstes will ich mich gleich noch um Antjes Hinterrad kümmern. Die Luft hat zwar gehalten aber ich will auf Nummer sicher gehen. Die Vermieterin hat in der ehemaligen (vermutlich KFZ) Werkstatt sogar einen Kompressor. Das spart mir das leidige Luft aufpumpen mit der Minipumpe. Die Wäsche wird uns gewaschen und sogar vorgetrocknet. Dann entschuldigt sich die Dame, sie müsse noch etwas machen. „Morgen bekommen wir so einen Automower. Das Grundstück ist mir langsam zuuuu groß um dauernd den Rasen zu mähen.“  Automower wird sogleich in die imaginäre Running-Gag-Liste eingetragen und wir gehen in den Landgasthof Essen. Auch dort die nächste positive Überraschung. Meine fleischlos umbestellte Portion Bandnudeln mit Hühnchen – also ohne Hühnchen – wird wegen dem „ohne Hühnchen“  vom Preis halbiert. Sehr nett! Scheint als ob der Ort Cumlosen den verkorksten Tag wieder gut machen will.

Tageskilometer:                              56,5 km
Gesamtkilometer:                           294,5 km
Fahrzeit:                                          4.05 h
Untergrund:                                    schlechte Straßen, schlechte Plattenwege, Kopfsteinpflaster
Ausschilderung:                              fast nicht vorhanden
Besonderheit des Tages:                Cumlosen rettet den Tag.

Mittwoch, der 22. 07. 2020 – Cumlosen > Bitter. Der Elberadweg und die Elbe sind Thema am Radler Frühstückstisch. Wir beide, ein älteres Radlerpaar und ein Bauarbeiter. Das ältere Paar will Freitag am Timmendorfer Strand sein. Wir staunen. Fast 250 Kilometer. Später rasen die beiden auf ihren E-Bikes an uns vorbei. Überhaupt nimmt unsere Wut auf E-Biker langsam hassähnliche Züge an. Später mehr.
Wir starten bei strahlend blauem Himmel und ohne Wind. Wir fahren heute entlang der ehemaligen deutsch-deutschen Grenze. Wir bleiben rechtselbig auf der DDR Seite. Ab Schnackenburg stehen noch zahlreiche NVA Grenztürme. Einige davon sind begehbar. Wir pausieren an fast jedem Turm. Wir fahren an vielen kleinen Orten in kurzer Folge vorbei. Jeder Ort hat am Elberadweg ein eigenes Ortsein- und Ausgangsschild in blauer Farbe. Dömitz ist mit 3000 Einwohnern der größte Ort am heutigen Tag. Die einzige Chance Lebensmittel einzukaufen (inkl. Notfallschnäpse). Mit voll bepackten Taschen geht es weiter entlang der alten innerdeutschen Grenze. Der Radweg wird immer schlimmer. Wir werden ordentlich durchgeschüttelt. Kurz vor Rüterberg ist der „beliebteste Radfernweg Deutschlands“ nur noch ein Waldweg. Bekannt wurde die Gemeinde durch den 1989 von ihren Einwohnern ausgerufenen Status der Dorfrepublik Rüterberg. Das Dorf war zwischen zwei Grenzzäunen eingeschlossen und selbst vom Gebiet der DDR abgeschnitten. Nur durch ein bewachtes Tor konnten die Bewohner ihr Dorf nach Vorlage des Passierscheins verlassen oder betreten. Besucher konnten nicht empfangen werden. Als Protest gegen die durch die Isolierung bestehende Situation riefen die Bewohner am 8. November 1989 die Dorfrepublik Rüterberg aus. Bereits einen Tag später fiel die Berliner Mauer und Rüterberg war seit dem 10. November 1989 frei zugänglich. Ein geschichtlich sehr interessanter Ort der touristisch noch einiges machen könnte. Es folgen wieder viele kleine Orte. Ein kleiner Biergarten direkt am Weg lädt uns nochmal zu einer kurzen Pause ein. Der Biergarten sitzt voll mit Radlern. Die Bedienung scheint Küche und Bar allein zu stemmen. So dauert unser Bier bis zur Bezahlung fast eine Stunde. Genügend Zeit die Karte zu studieren. Wir wollen heute sparsamer übernachten. Unser Zelt wieder irgendwo im Grünen aufstellen. Wir sind an der Elbe und fast überall erstreckt sich das UNESCO-Biosphärenreservat. Illegales Campen kann hier schnell teuer werden. Aber selbst wenn wir noch 20 Kilometer weiter fahren kommt keine Übernachtungsmöglichkeit. Kurz hinter dem Dorf Bitter ist ein Rastplatz direkt am Weg. Hier machen wir uns erstmal breit bevor wir, einmal über den Deich, unser Zelt am Ufer und unter einem Baum aufstellen. Es ist fast dunkel beim Aufbau also sollten wir erstmal sicher sein. Die Nacht schlafe ich trotzdem sehr unruhig. Ich glaube Schritte zu hören, andere Radfahrer oder sogar eine Autotür.

Tageskilometer:                              67 km
Gesamtkilometer:                           361,5 km
Fahrzeit:                                          4.20 h
Untergrund:                                    angenehmer Plattenweg, um Rüterberg einer der argsten Abschnitte
Ausschilderung:                              befriedigend
Besonderheit des Tages:                 Viele Pausen – viele Kilometer.

Donnerstag, der 23. 07. 2020 – Bitter > Tesperhude. Die „Schlafenszeit“ habe ich nicht so gut genutzt. Wenig geschlafen und wenn, dann nur leicht. Am Morgen waren wir ziemlich schnell beim Zeltabbau. Zurück an dem Rastplatz vom Vorabend. Nach dem Frühstück sind wir schon um 8.00 Uhr wieder im Sattel. Wild gecampt haben wir schon unzählige Male, aber hier habe ich mich zum ersten Mal nicht so wohl gefühlt dabei. Die erste Pause machen wir in Darchau an der Fähre. Auch hier steht wieder ein alter NVA Turm der erkundet werden kann. Unsere Trinkflaschen sind alle leer. Nach 2-3 Kilometern hat ein Bauer seine Scheune zu einem kleinen Museum umgebaut. Es geht um die Grenze, NVA und die DDR generell. Antje findet am Zaun einen Gartenschlauch. Hastig füllen wir alles auf was wir an den Rädern haben. Immerhin 5 Liter auf beide Räder verteilt. Nach wiederum etwa 2-3 km die nächste Pause. Ein offener Selbstbedienungswagen. Getränke & Snacks für 1 oder 2 Euro mit Kasse des Vertrauens. Die gekühlten Getränke sind zu verlockend. Das ehemalige Grenzgebiet ist nicht gerade üppig ausgebaut in Sachen Versorgungspunkten. Diese gute Idee wollen wir gern nutzen. Jetzt sollten wir aber mal paar Kilometer machen. Bis Boizenburg ziehen wir durch. Hier genehmigen wir uns ein zweites Frühstück bei einer netten Bäckerin die uns stolz erzählt, dass ihr Mann alles selbst macht und keine fertigen Backmischungen aus dem Großhandel nimmt. Was wir probieren schmeckt auch tatsächlich besonders. Nicht so süß und „alles gleich“ wie bei den Fillialbäckern die man in Einkaufscentern findet. Nach der Stadt geht es steil bergauf zum Elbbergmuseum (Ein-Fluss-Reich). Ein Freilichtmuseum über die Elbe, ihre Hochwasser und natürliche Flußläufe. Ein cooles Mitmachmuseum wo man vieles selbst ausprobieren kann. Ein interessantes Thema und unter normalen Umständen hätten wir hier länger zugebracht. An dem Aussichtsturm, mit Blick auf die Elbe, legen wir einen Travel-Bug ab den wir am Viaduktradweg aufgenommen hatten. Gute Weiterreise! Ebenfalls auf dem Elbberg ist ein ehemaliger Grenzpunkt zwischen BRD und DDR. Checkpoint Harry. Eine rekonstruierte Grenzanlage die ein heruntergekommenes Restaurant beherbergt. Für einen Stempel in unserem Radwanderpass trinken wir aber trotzdem noch ein kühles Bier. Dann geht es weiter entlang einer Bundesstraße. Ebenso steil bergab wie zuvor hinauf. Der gut ausgebaute Radweg rollt gut und so sind wir schnell in Lauenburg. In Lauenburg erwartet und grässliches Kopfsteinpflaster. Die Stadt mit Werft und Hafen ist sehr sehenswert. Die Elbe wird jetzt sichtlich breiter und der Radverkehr nimmt deutlich zu. Hinter Lauenburg erwartet uns ein Stück Elberadweg was den Namen Radweg nicht verdient hat! Ein staubiger Waldweg, der so steil nach oben geht, dass wir unsere Räder fast nicht schieben können. Wir kommen ordentlich ins Schwitzen UND Fluchen! Die dann folgenden 15 Kilometer entlang des Hochufers, rauben mir den letzten Nerv. Ständiges auf und ab und das auf einem ausgewaschenen Waldweg. Unfahrbar! Unser Etappenziel in Tesperhude erreichen wir mit dem letzten Körnchen Energie. Spontan – wie immer – fragen wir beim Campingplatz Hohes Elbufer an und haben wieder Glück. Ab hier bekommen wir auf jedem Campingplatz einen Wohnmobilstellpatz zugeteilt. Aufgrund der Corona Pandemie werden die Zeltwiesen nicht vergeben. So kann der Mindestabstand ohne Kontrolle eingehalten bzw. kontrolliert werden. Unser Raumwunder steht oft verloren in einer Ecke des Stellplatzes. Ein lustiger Anblick. Der Campingplatz in Tesperhude liegt direkt an der Elbe und hat sogar mehrere Badestellen im Fluss. Trotz dass die Elbe hier schon von größeren Schiffen befahren wird. Uiuiui! Antje springt sofort wieder hinein. Der gesamte Tag war wieder sonnig und heiß. Die ersehnte Abkühlung vor Augen lasse ich all meine Bedenken links liegen und bin auch, das erste und einzige Mal, in der Elbe zum Schwimmen. Aber nur kurz. J Die Feigheit kommt dann doch wieder. Außerdem finde ich die Elbe riecht …. speziell. Definitiv sauber aber ganz anders als ein Teich oder gar ein See. Den Geruch wird man aber nur beim Duschen los. Apropos Duschen – die Duschen und Toiletten sind nur mit Mundschutz zu betreten und in manchen Duschen wird abgezählt wieviel Personen rein dürfen. Heute haben wir den ganzen Tag über die Fahrräder gezählt, die uns entgegen gekommen sind. Wir hatten längst die Befürchtung, dass mehr E-Bikes unterwegs sind als „normale“. So kam es zu der Idee unserer Volks- … ähm Radzählung. Antje zählte die E-Biker und ich die Normalos. And the Winner is >>> die Elektroniker! Über 50 Prozent elektrische Räder. Auch sportliche, junge Leute. Ein wenig unverständlich für uns und wir hoffen, dass sich dieser Trend nicht gar so lang hält. Wie die digitalen Bilderrahmen die mittlerweile wieder verschwunden sind. Morgen geht es schon nach Hamburg! Oh! Ein kurzer Tag mit nur 45 Kilometern, dafür mehr Tourizeit in der Hansestadt. Unser Hotel ist direkt auf der Reeperbahn. Die Vorfreude ist groß 🙂 !

Tageskilometer:                              73,5 km
Gesamtkilometer:                           435 km
Fahrzeit:                                          4.45 h
Untergrund:                                    Plattenweg, fester Split und abartiger Waldweg
Ausschilderung:                              winzige Schilder – gerade noch OK
Besonderheit des Tages:                 Trotz großer Schiffe in der Elbe gebaden.

Freitag, der 24. 07. 2020 – Tesperhude > Hamburg. 8.00 Uhr ist inzwischen unsere gewohnte Startzeit. Am Morgen liegen überall tote Mücken. In den Toiletten, Duschen und an den Waschplätzen im Freien – alles ist mit einer schwarzen Schicht bedeckt. Der Zeltplatz schläft noch als wir winkend am Platzwart vorbeifahren. Es ist bewölkt und daher auch nicht so heiß wie die letzten Tage. Die Kilometer hinter Tesperhude sind um Welten besser als die davor. Es geht flach und auf festem Splitt an der Elbe entlang nach Gessthach. Außer einer gewaltigen Schleuse hat die Stadt aber nichts Außergewöhnliches zu bieten. Bei Altengamme verlieren wir den Elberadweg. Wir irren erst etwas hin und her bis wir begreifen, dass wir mit den Rädern über einen Friedhof müssen. Die Ausschilderung wird jetzt mit jedem Kilometer schlimmer. Wir sind  mit dem Elberadweg auch nicht mehr an der Elbe. So kurz vor Hamburg fahren wir auf langen Geraden über Wiesen und Felder. Es trifft uns auch noch ein Regenschauer und wir packen uns kurz wetterfest ein. Ab Ochsenwerder wird es sehr schnell städtischer und wir sehen zum ersten Mal die bekannten Türme der Kirchen und des Rathauses. Plötzlich sind wir in der Speicherstadt und wir wechseln schnell in den Tourimodus. Fotos vor der Speicherstadt, dem Rathaus, den Landungsbrücken und dem Hafen. Natürlich immer mit dem Rad. Eine Woche sind wir jetzt unterwegs und sind schon in Hamburg angekommen. Es ist 14.00 Uhr und es ist jetzt wieder sonnig. Wir beziehen unser Zimmer im A&O Hostel auf der Reeperbahn. Die Räder müssen leider draußen bleiben. Wir duschen und dann gehen wir zu Fuß noch einmal in die Stadt. Am Ende versacken wir beim Essen und Bier auf der Reeperbahn. Trotz Corona ist hier ziemlich viel los und wir feiern etwas unser Etappenziel Hamburg. An den Bars und Kneipen der Umgebung schallte durch die offenen Türen verschiedenste Musik, auf einem Platz spielte eine Liveband –Reeperbahn Freitagnacht – wunderbar!  Wir sind bald wieder hier, also habe ich später noch Gelegenheit etwas mehr von Hamburg zu berichten.

Tageskilometer:                              52,5 km
Gesamtkilometer:                           487,5 km
Fahrzeit:                                          3.28 h
Untergrund:                                    Plattenweg, Straßen und Gehwege
Ausschilderung:                              so gut wie keine
Besonderheit des Tages:                 Auf der Reeperbahn nachts um halb eins …

…ENDE TEIL 1