House of Wheelchairs

Das „House of the Wheelchairs“ stand schon seit fast zwei Jahren auf meinem Zettel. Diesmal fürhte mich der Weg direkt daran vorbei. Das
ehemalige Schloss wurde zuletzt als Alters- & Pflegeheim genutzt. Den Hinterlassenschaften dieser Nutzung verdankt das Schloss
seinen Urbex-Namen. Die Rollstühle sind über das ganze Gebäude verteilt. Trotz des langen Leerstands und der zahlreichen Urban
Explorer die schon das Gebäude durchstreiften, hält es noch erstaunlich viele Fotomotive bereit. Bei der Größe des Hauses kann es
schonmal passieren, dass sich 5 Leute untereinander nicht wiederfinden. Ob jemand eine Etage höher geht oder tiefer … wer achtet
schon darauf. 😉 Die Besitzverhältnisse des ehemaligen Schlosses sind unklar. Die beeindruckende zweigeschossige Anlage mit der imposanten
Säulenhalle steht leer. Ansich ist die Geschichte des Schlosses nicht sonderlich spannend. Eine ungewöhnliche Begebenheit habe ich
trotzdem gefunden.

Mit dem Beginn der Nutzung als Altenheim, musste im Keller des Schlosses eine neue Wasserleitung verlegt werden.
Beim ausheben des Kellerbodens stürzte eine Kellerwand ein. Zum vorschein kam ein verstecktes Zimmer, in dem ein Schatz verborgen
war. Man fand darin das Tafelsilber und zahlreiche weitere Schmuck & Wertgegenstände. Versteckt wurde dieser „Schatz“ dort von
der letzten Besitzerfamilie, die im Januar 1945 (eine beigelegte Tageszeitung belegte das Datum) dort ihr Hab und Gut eingemauert
hatte. Die Staatssicherheit legte ihre Zuständigkeit fest und übernahm 1960 die Sichtung und Bergung des Schatzes in Eigenregie.
Gesagt wurde, dass der Fund an das Landesmuseeum übergeben werden sollte. Dort ist der Schatz allerdings nie angekommen und alle
Versuche der Aufklärung blieben ergebnislos.

PS: Kommentare OHNE ORTSANGABEN!

Kasteel Hoogemeyer

Das Kasteel Hoogemeyer ist ein Schloss aus dem 18. Jahrhundert. Der Ursprung geht sogar zurück bis ins Jahr 1323.  Es war früher bekannt als „The White Castle“. Alles deutet darauf hin, dass es vor ein paar Jahren einen Versuch gegeben hat das Schloss zu renovieren. Dies wäre auch recht nötig da das Kasteel in einem sehr schlechten zustand ist.

PK

Kasteel Hoogemeyer – die erste Lokation auf der Tour sollte zur Einstimmung ganz „easy“ sein. Beim betreten machte sich langsam eine kollektive Beklemmung breit. Ob der marode Zustand des Hauses, das große Warnschild am Eingangstor, die Überwachungskamera-Attrappe oder das Schloss selbst dieses Bauchgefühl ausgelöst haben … wahrscheinlich ein Mix aus allem.

Eine echte Überraschung war noch in der „Garage“ versteckt. „Lost Cars“ im „Lost Place“ 😉 . Unter den zahlreichen Autos war ein alter Opel 4 PS, im Volksmund Opel Laubfrosch genannt, der von 1924 bis 1931 gebaut wurde.

Internet-gerüchten zufolge haben einige Urbexer, die dieses Schloss besucht haben,
„seltsame“ Begegnungen gehabt. Wir haben allerdings (zum Glück) niemanden bemerkt.