Ja was war das denn?

Na los! Ein Ziel schaffen wir noch. Ja aber welches? Die Psychiatrie oder das Altersheim? Anhand der zu erwartenden Fotomotive haben wir das Altersheim gewählt. Der Anblick von außen war gar nicht mal übel. Der Großteil der Fenster war noch OK. Das Dach in Ordnung und die Location ist mitten im Nirgendwo. Leider war die gesamte Location komplett leer geräumt. Nicht ein einziges Überbleibsel einstiger Bewohner. Die langen Flure sind schnell abgeschritten wenn es nichts zu sehen gibt. Leere Räume, Haus für Haus. Am sehenswertesten waren die großen Gemeinschaftsräume, das war schon alles. Schade für das weitläufige Gelände mit vielen einzelnen Gebäuden. Verwaltung, Kiosk, Frisör, Wohngebäude Alles was das Seniorenherz, mitten in der Pampa wünscht. Obwohl Senioren? Die Namen an den Türen und die bunten Glasmalbildchen in den Fenstern deuten eher auf Kinder als auf Rentner hin. Ja was war das denn mal? Kinderheim und Seniorenheim in einer Einrichtung?? Aus Urbexsicht ein unbefriedigendes Ziel. Zu unbedeutend von der Ausbeute um weiter zu forschen. ;) Zurück zum Auto. Weiter geht`s.

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Das Dorf der Untoten

Wir fahren in ein verstecktes Dorf. Der Ort hat geschätzte 30 Häuser und etwa die Hälfte davon ist verfallen.
Wir sehen hier in der Einöde, in der Fremde auffallen, keine Menschenseele.
Dafür vor fast jedem Haus einen Hund. Unter anderem Weht auch durch die Dorfkirche nur noch der Wind. Die Türen stehen weit offen. Geplündert wurde die Kirche sicher schon vor langem. So ist fast nichts übrig vom einstigem Inventar. Das Umfeld wirkt fast gepflegt. Ein seltsamer Anblick zwischen all den eingestürzten Häusern.

Am verwunderlichsten ist aber dass der einzigste Friedhof im Ort … verlassen ist. Ein Friedhof der „Urbex“ ist. Hier ist seit über 60 Jahre lang niemand beerdigt worden.

Hochburg

Wie um viele Burgen ranken sich auch um die Hochburg Sagen. Und selbstverständlich gibt es auch hier eine Frau in Weiß.

Die weiße Jungfrau geht bei Mondschein fröhlich ins Brettental und weinend auf die Burg zurück. Dabei hat sie immer einen Schlüsselbund, der wohl den Zugang zu einem Schatz gewähren könnte.

Ein Hirtenjunge findet in der Schlossruine einen prächtigen Saal in dem zwölf Männer ihn königlich bewirten und ihm abschließend Goldstücke schenken. Als der Junge mit den Dörflern wieder zum Schloss geht, ist von dem Saal und den Männern nichts mehr zu sehen. Der junge Mann verrennt sich in die Idee einen Goldschatz in den unterirdischen Gängen der Ruine zu suchen, wird schließlich wahnsinnig und stirbt. Die zwölf Verwunschenen sollen als Retter erscheinen, wenn Deutschland in großer Not ist.

… na dann?! 😉

Wer mag, geschichtliche Fakten gibt es HIER.

Die Sage der Schauenburg

Ein Ritter von der Schauenburg erhoffte sich von seiner Gattin einen Sohn. Als er von der Jagd zurückkehrend die Nachricht erhielt, dass ihm eine Tochter geboren sei, erzürnte er gegen seine Gemahlin. Sie starb aus Kummer, und der Ritter übergab das Kind einer Magd und zog auf Ritterschaft in die weite Welt.

Als er nach 20 Jahren auf die Schauenburg zurückkehrte, ließ er nach dem Mädchen forschen und forderte es auf, zu ihm auf die Schauenburg zu kommen und eine Ehe mit einem reichen Vetter einzugehen. Die Jungfer, unwissend ihrer adeligen Herkunft, hatte sich einem Müllersknecht verheiratet. Sie verließ nun heimlich ihren Gatten, um dem verlockenden Angebot ihres Vaters zu folgen.

Nach einigen Jahren, als auf der Schauenburg ein großes Fest war, sah sie beim Tanzen ihren zufällig dorthin gekommenen ersten Gatten wieder und fiel tot um. Seitdem erscheint sie alle 50 Jahre einem Wanderer und bittet um Erlösung. Er muss ihr einen Wunsch erfüllen oder nach drei Tagen sterben.

Nach meinem Geschmack könnte die Sage der Schauenburg hier enden. 😉 Wer weiter lesen möchte kann das HIER tun.

Kloster Allerheiligen

Die Klosterruine Allerheiligen ist kein schwer zu findender Ort. Nein ganz im Gegenteil! Zwar befindet sich die Ruine etwas abseits der Zivilisation, aber an manchen Tagen werden dort sicherlich ganze Busladungen an Touristen ausgeschüttet. Wir hatten das Glück, uns stundenlang nahezu allein, zwischen den alten Mauern bewegen zu können. Sie ist frei zugänglich und nicht nur für „Ruinenfreunde“ einen Besuch wert!

Das Kloster wurde zwischen 1191 und 1196 gegründet. Ab 1804 wurde die Kirche durch mehrere Brände weitgehend zerstört. „Wiederentdeckt“ wurde die Klosterruine 1840 als man die nahen Wasserfälle für Wanderer begehbar machte.