quicksnap on tour

„Achtung Post Mitarbeiter!

Bitte hilf uns bei unserem Fotoprojekt! Diese Kamera reist von Deutschland nach England und zurück. Wir sammeln so Bilder der Menschen und in erster Linie der Orte wo sich die Kamera befindet. Bitte hilf uns indem Du ein Foto machst und gebe sie danach weiter!“

mit dieser aufschrift & bitte habe ich, am 11. februar 2012, eine einwegkamera (als päckchen) auf die reise nach england geschickt. ob sich die postler auf diesen „spaß“ überhaupt einlassen würden wusste ich nicht. am 21. februar kam die „empfangsbestätigung“ einer freundin aus england. die kamera war zumindest erstmal heil auf der insel angekommen.

o-ton postbeamtin bei der abgabe in chemnitz: „sind sie sich sicher dass sie das SO versenden möchten? DAS geht garantiert kaputt auf dem band. und einen nachweis haben sie so oder so nicht! also können sie DAS auch gleich als maxibrief versenden. ist billiger.“

das farblich so auffällig wie möglich gestaltete päckchen wurde von der befreundeten fotografin in england wieder auf den postweg nach chemnitz geschickt. am 15. märz ist die einwegkamera (ebenfalls unbeschädigt) wieder hier in meinem briefkasten gelandet. überraschend waren auch die 17 gemachten aufnahmen während der reise.

mein fazit: hätte ich die kamera nur innerhalb deutschlands verschickt, hätten wir nur ein einziges bild als ausbeute. der rest der aufnahmen stammt komplett von der royal mail! ich möchte nicht beginnen über die deutsche mentalität zu diskutieren. spaß bewiesen haben jedoch lediglich die angestellten der royal mail!

o-ton postbeamtin bei der abgabe in chemnitz: „gut, wenn sie es so wollen.“

many thanks to the staff of the royal mail! your fellow in germany can  learn a lot from you! i am not a real football fan, but as of today i hope for england! 🙂

ebenfalls vielen dank an miss J. aus east sussex!!! ohne dich wäre die kamera nie auf reisen gegangen! besten dank!!!

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12in2012

aus  „zwölf aus 2011“ wird „12in2012“ – und damit wäre auch schon alles gesagt, was ich in diesem beitrag mitteilen will. allerdings will ich dieses jahr die standorte wechseln. hatte ich im letzten jahr ein gebäude und drei lanschaftsansichten, so will ich 2012 das ganze „umdrehen“. drei bilder mit gebäuden und eines mit „gegend“. besonders bei einem hoffe ich, neben den natürlichen veränderungen der jahreszeiten, auch die handgemachten veränderungen im laufe eines jahres zu dokumentieren.

ich glaube der projektname „12in2012“ ist selbsterklärend genug und es muss nicht noch einmal erklärt werden, was sich hinter „12in2012“ verbirgt. mitverfolgen kann man das projekt (sobald das erste bild im kasten) wieder auf www.gingerfish.meinatelier.de

jahresrückblick „zwölf aus 2011“ :

blind camera – first view

Ein Berliner Sightseeing-Bus der vor der Burg Rabenstein in Chemnitz steht? Die Dresdner Verkehrsbetiebe sind derweil am Brandenburger Tor in Berlin. Dresdner Postbriefkästen vor der ehemaligen Chemnitzer Hauptpost? Dafür stehen vor dem Schloß in Dresden, Wertstoffbehälter aus Chemnitz.  Der Berliner Reichstag steht neben dem Chemnitzer Mercure Hotel? Die Dresdner Frauenkirche ist beim Bundeskanzleramt, der Goldene Reiter gehört mit zur Quadriga und das Marx-Engels Denkmal steht im Dresdner Zwinger. Dafür grüßt Dresden seine Gäste am Berliner Fernsehturm.  Schizophren genug? 🙂

dies sind nur ein paar kombinationen die das „Blind-Camera-Experiment“ ergeben hat. bei den filmen war ca. die hälfte der bilder „brauchbar“. meistens war es so, dass sich eine aufnahme in den vordergrund „drängelt“. ob dies die erste oder die zweite belichtung war spielte keine rolle. eher die lichtverhältnisse und die bildaufteilung. im fall chemnitz-berlin waren zudem die beiden belichtungen exakt übereinander (!!!) deswegen gibt es für diese kombination auch keine panorama bilder.

mein fazit bisher: ich staune über die vielzahl der genialen volltreffer zwischen allen drei städten. (wie oben schon geschrieben: der briefkasten (DD) vor der post (C) oder der schriftzug „stadthalle“ (C) über dem schriftzug „alexanderplatz“ (B) ) das hab ich mir zwar so erhofft aber nie und nimmer erwartet. die bilder sind keine technisch perfekten postkarten aber wenn man bedenkt das die zusammenstellung auf puren zufall basiert … erstaunlich!

ich möchte ein GROSSES DANKESCHÖN an alle fotografen schicken! was ihr für große runden in euren städten „gedreht“ habt. WOW! vielen vielen dank!!!

wer jetzt lust bekommen hat uns seine stadt in dieser art und weise einmal zu zeigen kann sich gern bei uns melden! auch ohne eine analoge kamera zu besitzen. am schnellsten geht dies über das kontaktformular auf der homepage zum blind-camera-experiment. eine der nächsten städtekombinationen wird sogar international. darüber aber später genaueres.

hier ist nun der link zu allen bildergelerien des blind-camera-experiments

www.blind-camera.jomdo.com hier wurde nicht gephotoshopt! alles ist analog (auf film) aufgenommen. es sind keine fotomontagen! alle bilder sind rein zufällig entstanden!

… es tut auch gar nicht weh wenn man dort auf „gefällt mir“ klickt 😉

zwischenstand aus dresden

ich nenne es mal halbzeit. im augenblick sind alle drei filme wieder bei mir und einer ist sogar schon fix und fertig belichtet. ich werde mit der veröffentlichung jedoch warten bis alle drei filme fertig sind. urlaubsbedingt ist jetzt noch eine woche „zwangspause“ bis es mit dem experiment blind-camera weiter geht. worum es bei blind-camera eigentlich geht könnt ihr >>HIER<<  noch einmal nachlesen. wie versprochen möchte ich euch, nach chemnitz, jetzt mit der fotografin für dresden bekannt machen. an ALLE beteiligten ein riesen dankeschön schonmal!!! … und während in vilariba noch fotografiert wird, vilabacho schon entwickelt.

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Wer bist du?

Kerstin Fuchs aus Frankenberg,  33 Jahre

Was fotografierst du am liebsen?

Pflanzen, Makros, Tieraufnahmen

 Welche war Deine allererste Kamera?

Ich glaub die Canon EOS300 war meine erste Kamera. An andere kann ich mich nicht erinnern.

Wo kann man deine Fotos sehen?

In der Fotocommunity und auf meiner Homepage k-fuchs.meinatelier.de

Für welche Stadt hast du die Fotos gemacht?

für Dresden

Was war dein 1. Gedanke als du von diesem Experiment gehört hast?

Klingt spannend und macht mal wieder Lust analog zu fotografieren.

Hast du nach irgend einem Prinzip fotografiert? bzw. Hast du beim fotografieren bereits  an die 2. Belichtung gedacht?

Ich hatte einen groben Plan welche Motive es werden sollen. Ich wollte schon Dresden spezifische Motive aufnehmen
Damit das Projekt der drei Städte auch einen Sinn macht. Aber ich habe mit beiden Filmen nicht jeweils dasselbe fotografiert sondern versucht soviel verschiedene Aufnahmen von Dresden zu machen wie es nur geht. Von der charmanten Altstadt bis zur bunten Neustadt.

Wann hast du vor dieser Aktion zum letzten mal Analog fotografiert?

Oh das ist verdammt lang her. Vor ca. 7 Jahren schätz ich.


Film oder Speicherkarte?   >>>   Speicherkarte!

Canon oder Nikon? 😉   >>>   Canon!

Tag oder Nacht?   >>>   Tag!

zwischenstand aus chemnitz

ich möchte mal schnell den aktuellen stand in unserem „blind-camera“experiment mitteilen. die filme sind in den ersten belichtungsstädten bereits in den kameras und werden derzeit zum ersten mal belichtet.

wie schon angekündigt will ich die wartezeit nutzen um die einzelnen fotografen in diesem projekt vorzustellen. beginnen will ich mit meiner heimatstadt chemnitz.


Wer bist du?

Antje Müller, 24

Was fotografierst du am liebsen?

Tiere, Marodes, Trash

Was war deine allererste Kamera?

analog: Edixa autivision, total ohne Einstellmöglichkeiten,

digital: Canon Powershot A80 (glaube ich)

Wo kann man deine Fotos sehen?

www.aj-fotografie.de

In welcher Stadt hast du die Fotos für „blind-camera“ gemacht?

in Chemnitz

Was war dein 1. Gedanke als du von diesem Experiment

gehört hast?

Klar, warum nicht, bin für jedes Expermiment zu haben.

Hast du nach irgend einem Prinziep fotografiert? b.z.w. Hast du beim fotografieren breits an die 2. Belichtung gedacht?

Rein in die Stadt und ein paar bekannte Ecken abgefahren und schnell wieder raus ;-). An die 2. Belichtung habe ich nicht direkt gedacht, weil ich ja nicht hellsehen kann und es mir somit überhaupt nicht weiterhilft. Allerdings habe ich versucht, soviele Fotos wie möglich im Querformat zu halten, weil dass vielleicht üblicher ist und mein Vorgänger auch mehr Querformate fotografiert hat, und keine homogenen Flächen wie: Wiese vor Himmel zu fotografieren, weil das in der Dopppelbelichtung nicht sehr markant ist.

Wann hast du vor dieser Aktion zum letzten mal Analog fotografiert?

ca 2005/2006 zur Ausbildung

Entweder Oder:

Film oder Speicherkarte?   >>>  Speicherkarte!

Canon oder Nikon? 😉   >>>  Canon!

Tag oder Nacht?  >>>  Tag!


			

blind camera

wenn ich mir anschaue was ich in den letzten wochen in sachen foto so gemacht habe … irgendwie hab ich eine analog-phase.

und irgendwie passt auch dieses experiment dazu.  bevor du weiter liest, hole jetzt mal bitte deine kamera! … so, ok?! jetzt schalte deine kamera ein und stell die aufnahme auf  ‚doppelbelichtung‘. … wie bitte?! … das hat deine kamera nicht?!

das ist nichtmal ungewöhnlich. 90 prozent der digitalen kameras können keine mehrfachbelichtung. vor zehn jahren war das verhältnis noch andersrum. allerdings fotografierten wir da noch mit filmen.  wozu braucht man denn an einer digital kamera noch eine mehrfachbelichtung? ein wirklich vernünftiger grund fällt mir im augenblick dazu auch nicht ein. kann man doch in der bildbearbeitung in windeseile zwei aufnahmen übereinander legen damit es so aussieht wie doppelt belichtet.  unter vollster kontrolle können so zwei bilder gezielt ausgewählt werden die zusammen „passen“. unter vollster kontrolle können so diese beiden bilder verschoben werden damit nichts wichtiges verloren geht.  unter vollster kontrolle entsteht so eine doppelbelichtung die mehr von einer fotomontage hat.

in diesem experiment geht es also um die doppelte belichtung von filmen. damit die ‚volle kontrolle‘ noch vollständig verloren geht, werden die filme von zwei verschiedenen personen, an zwei verschiedenen orten belichtet. ein bild entsteht mit der zweiten belichtung sozusagen blind. „blind-camera“

dabei wird es drei, doppelt belichtete filme geben. vermischt werden dabei drei deutsche städte. berlin, chemnitz und dresden. z.b. wird film nummer eins, von teilnehmer nummer eins, zum ersten mal in berlin belichtet. danach wird der film für seine zweite belichtung wieder startklar gemacht und zu teilnehmer nummer zwei nach dresden geschickt. dort wird auf den gleichen film zum zweiten mal fotografiert. ohne das teilnehmer nummer zwei weis, was teilnehmer nummer eins auf diesen film hat abgelichtet. … klar soweit?!

danach kommt der film, der nun schon zwei mal ein einer kamera war, wieder zu mir und wird erst jetzt entwickelt. wie gesagt werden es drei filme sein, die wie folgt gemischt werden:

  • BERLIN / DRESDEN
  • BERLIN / CHEMNITZ
  • CHEMNITZ / DRESDEN

die filme werden in dieser woche an die jeweils ersten belichtundsorte geschickt und das experiment „blind-camera“ beginnt. informationen über alle an dieser aktion beteiligten fotografen werden folgen. und am ende natürlich auch über das resultat dieser aktion. auf jeden fall schon einmal jetzt einen großen dank an euch und eure mithilfe!!!

du bist was du isst

wenn man das fernsehprogramm genauer betrachtet stellt man sich die frage: wieso finden so viele zuschauer gefallen daran? zu sehen, wie andere ihre wohnung oder ihr haus einrichten? ob wir beim abendlichen spaziergang einen blick in hell erleuchtete fenster erhaschen oder im ikea-TV die tipps von tine wittler bestaunen. dieser einrichtungs-voyeurismus scheint im trend zu liegen.

und nun stell dir vor, es klingelt. vor der tür steht ein freund, mit kamera in der hand. er will den inhalt deines kühlschranks fotografieren. was wäre bei dir zu sehen? der inhalt eines kühlschrank ist mit sicherheit so unterschiedlich wie dessen besitzer.

ich will in diesem „fridge-projekt“ so viel wie möglich kühlschränke mit inhalt „sammeln“. mit einem kurzen steckbrief versehen um eventuelle zusammenhänge sichtbar zu machen. sofern es die gibt.  keine bange, die bilder werden nicht mit name und anschrift versehen. 🙂
alles bleibt also vollkommen anonym! mit dem bild festgehalten werden lediglich die anzahl der personen im haushalt, das durchschnittsalter im haushalt, geschlecht des letzten „einkäufers“ und eventuelle besonderheiten. mehr werde ich nicht preis geben! alle bilder des „fridge projektes“ liegen hier in diesem album. aufgefüllt mit frischen bildern wird unregelmäßig und ohne geplante mindestmenge.

… achso, schummeln (d.h. nochmal schnell einkaufen oder gar „aufräumen“) ist nicht möglich ! >>> ich bestehe auf schnappschüsse!!!