Ein Proteinshake für Ausdauersportler?

Mit Proteinshakes habe ich mich bisher noch nie beschäftigt. Warum auch. Geht’s mir beim Laufen doch mehr um die Ausdauer als um den Muskelaufbau. Warum also SiS gerade diesen Shake für Ausdauersportler entwickelt hat, machte mich am meisten neugierig. Die Erholungszeit nach einer Trainingseinheit beginnt direkt nach dem Training. In den ersten 30 Minuten können die benötigten Nährstoffe besonders gut vom Kreislauf aufgenommen werden. Wer in dieser Zeit die  Nährstoffe auffüllt, gibt dem Körper beste Voraussetzungen so schnell wie möglich zu regenerieren. Somit ist der SiS REGO Rapid Recovery Shake kein einfacher Proteinshake, sondern eine Mischung aus Kohlenhydraten, Proteinen und Elektrolyten mit Vitaminen und Mineralien. Mein erster Test hat mich geschmacklich sehr positiv überrascht! Angenehm cremig und nicht zu süß. Ein Genuss auf den ich mich jetzt schon während des Trainings freue. Nach dem laufen hatte ich immer einen unbändigen Heißhunger. Mit dem REGO Rapid Recovery nun nicht mehr! Kleiner Tipp: Die Geschmacksrichtung „Schokolade“ mit Kokoswasser shaken. Ein Traum.

Auch ein „Erstmal nur Testen“ Angebot gibt es von SiS.

In diesem Sinne! #fuelledbyscience

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Jahresplanung erstes Halbjahr 2017

Ich würde mich in mancher Hinsicht schon als Kontrollfreak bezeichnen. Meine Wettkampfplanung hingegen schiebe ich gern von einem Tag zum nächsten. Klar würde ich mich gern so früh wie möglich zu Laufveranstaltungen melden, die Ungewissheiten im Bezug auf meinen Arbeitsplan schrecken mich leider zu oft ab. Bekomme ich an diesem Samstag noch einmal frei?? Ja? .. Nein?! ..meist vielleicht … hm und nun anmelden oder nicht? Ein paar Highlights und die Läufe die auf Sonntage fallen, sind aber mittlerweile fest geplant.

Den ersten Wettbewerb 2017 bin ich mit dem Falkensteiner Berglauf bereits erfolgreich gelaufen. Meine „eigentlich“ nächste Laufveranstaltung soll der Frostwiesenlauf in Burg werden. Die 20 Kilometer Strecke am 12. Februar ist gebucht und mein erstes Highlight. Wenn  ich bis dahin nicht stillhalten kann, will ich (O-Ton Unterbewusstsein: „ich werde definitiv“) den Meuselwitzer Winterlauf 22.01. laufen.

Neu für mich, ist der Frühjahrslauf am Flugplatz Altenburg-Nobitz am 12. März. Am 19. März will ich beim Citylauf in Dresden nochmal versuchen meine 10km Bestzeit zu knacken. Noch einmal in den Spreewald geht es am 22. und 23. April zum Spreewald-Marathon. Ich starte bei einer Kombinationswertung „Läufer-König“. Am 22.4. Biosphärenreservat-Lauf ab Lübbenau (22km) und am Morgen danach, 23.4. den Halbmarathon in Burg. Ein spannendes Wochenende, welches mein Highlight im ersten Halbjahr sein wird! Am Wochenende danach geht es zur, wie ich finde, best organisiertesten Laufveranstaltung in Sachsen – dem Oberelbe-Marathon (29. April). Dem wird in diesem Jahr leider der Oederaner Lauftag (1.Mai) zum Opfer Fallen. Der Skatstadtmarathon in Altenburg (10.Juni) ist so ein Termin den ich gern arbeitsfrei hätte aber noch nicht sicher habe. Die Strecke in Altenburg hat mir 2016 so gut gefallen, dass ich dort gern noch einmal laufen würde. Schaunwirmal. Auch der Adelsberglauf in Chemnitz oder der Oelsnitzer Lauftag sind noch vollgepflastert mit Fragezeichen. Der Stauseelauf in Rabenstein und der Chemnitz-Marathon sind dann wieder sicherer. Wieder einmal für mich ausfallen werden wohl Rennsteiglauf und der Sachsen-Trail. Spontan wird dafür noch der eine oder andere Lauf meine Liste ergänzen. Ich denke da an den Nachtlauf in Leipzig oder Dresden. Oder vielleicht „Laufend gegen Krebs“ in Chemnitz.

In der zweiten Jahreshälfte ist der Cross de Luxe (24.9.) in Leipzig und der Mitteldeutsche Marathon am 15. Oktober fest geplant. Eine lange Wunschliste für die 2. Hälfte habe ich noch im Kopf.

Sag niemals Nie!

Ich bin geworden, was ich nie werden wollte. Ein Laufjunkie! Mein altes Couchpotato-Ich hatte immer einen Witz über Sport parat. Ich fand es zum kotzen wenn sich andere nur über ihre kommenden Wettkämpfe unterhalten haben. Stundenlang! Selbst in meinem ersten Jahr als Läufer … HALT! … „Jogger“ ist für das erste Jahr passender … selbst in meinem ersten Jahr habe ich noch strikt abgelehnt bei Laufveranstaltungen teitzunehmen. In meinen Gedächtnis eingebrannt hat sich ein kurzes Gespräch mit einem Nachbarn. Ich bin mit knallrotem Kopf von meiner 6 Kilometer Runde gekommen und er fragte mich „Du wirst wohl jetzt auch so ein verrückter was? So oft wie du Sport machst.“ (Damals war das etwa 2x pro Woche. Würde mich mal interessieren wie der mich heute nennen würde 😀 ) „Machst du da jetzt etwa auch bei diesen Wettläufen mit, Marathon oder so?“ Ich habe ihn damals geantwortet: Nein, nie im Leben! Auf sowas hab ich keine Lust. Ich mach das nur für mich allein! Werde ich nie mitmachen! Echt!

Und heute? Heute plane ich schon ab Oktober die Anmeldungen für das nächste Jahr. Ich stehe gern am Sonntag Morgen um 6.00 Uhr auf, um irgendwo hin zu fahren und mit anderen „bekloppten“ zu laufen. Heute unterhalte ich mich stundenlang mit Freunden über Wettkämpfe, Trainingspläne, Laufzeugs oder die richtige Ernährung. Ich bin mir sicher, irgendwo sitzt einer, hört uns zu und findet das ziemlich zum kotzen. 😀 Ich bin gern zum Laufjunkie motiert! Ich bin sogar richtig froh die Kurve bekommen zu haben! Wenn ich den Freundeskreis meines Couchpotato-Ichs heute betrachte, ist deren maximale sportliche Betätigung ein Fußballspiel auf der Playstation. …um 3 Uhr nachts und nach dem 3.  5. Schnaps.

Eigentlich wollte ich ja einen Jahresrückblick schreiben, aber was soll ich für jeden meiner 240 Einheiten in 2016 nach Superlativen suchen? Auf keinen einzelnen meiner 3200 Kilometer hätte ich verzichten wollen . Alle 16 Wettkämpfe mit 273 Wettkampfkilometer haben mir gezeigt, alles richtig gemacht zu haben!

  • Hallenmarathon Senftenberg – Halbmarathon
    AK – 2. Platz
  • Citylauf Dresden – 10km
    Neue perönliche Bestzeit auf 10 Kilometer – 40:37 Minuten
  • Oberelbe Marathon – Halbmarathon
    Neue perönliche Bestzeit auf Halbmarathon – 1.28:29 Std.
  • Oederaner Lauftag – 10km
  • Adelsberglauf – 10km
    AK – 2.Platz
  • Skatstadtmarathon Altenburg – Halbmarathon
  • Chemnitz Marathon – Halbmarathon
    AK – 3. Platz
  • Laufend gegen Krebs – 30km
    Gesamt – 3.meiste Rundenzahl
  • Leipziger Nachtlauf – 10km
  • Strongmanrun Ferropolis
  • Sparkassen Marathon Plauen – Marathon
  • Fichtelberglauf
  • Dresden Marathon – Halbmarathon
  • Glauchauer Herbstlauf – 10km
  • Adventslauf des SV Vorwärts Zwickau – 10km
  • Potsdamer Silvesterlauf – 7,5km Crosslauf

Danke Anja für 16 mal rucksacktragen und die Hilfe bei jeder Laufveranstaltung! Danke Sandra, Mario und meine Eltern für euren Support!

Das Jahr 2017 wird für mich ein besonders spannendes werden. Dazu aber in ein paar Tagen mehr. #fuelledbyscience 😉

Ich kann Marathon!

Im Dezember 2014 war der Entschluss gefasst einen Marathon zu laufen. Um keinen Rückzieher mehr machen zu können, wird sich auch gleich angemeldet. Bis Oktober 2015 war noch weit hin. Die Lage war also noch lange nicht ernst. Trainingsplan klebte schon seit dem Frühjahr 2015 an der Wohnungstür (um jeden Tag daran vorbei zu müssen). Ein Countdown auf dem Telefon zählte von Anfang an die Tage rückwärts. Die ersten Wochen vom Trainingsplan waren noch recht easy. Trotzdem: Woche 1 bis 3 = Wochenkilometer 0 (Null)! Die Ferse hatte mächtig gezwickt. Panisch und wütend auf meinen rechten Fuß war ich kurz davor mich auf den Halbmarathon zurückzustufen. Der Fisherman’s Friend StrongmanRun in Ferropolis war mein erster Lauf nach dieser Zwangspause. Es lief recht zäh, aber wenn ich den Strongmanrun überstehe, kann ich mich auch auf den Marathon vorbereiten. Ich habe mich, bei den langen Trainingsläufen durch sommerliche Hitze gekämpft, aber auch mehrfach durch kühlen Dauerregen. Der letzte Longrun über 36km verlief so positiv, dass ich mich bereit fühlte, den Marathon zu versuchen. Ankommen! Wenigstens dieses eine mal die 42,195km laufen. Notfalls die letzten Kilometer „wandernd“. Ich habe mit keiner Zielzeit geplant. Verläuft alles wie im Training, sollte es möglich sein unter 4 Stunden zu bleiben. 6 Tage vor dem großen Tag … SCHNEE! … Shit! Glücklicher Weise besserte sich das Wetter noch zu perfekten Bedingungen. 12 Grad, trocken, wolkig, nahezu kein Wind.

Am Tag vor dem Magdeburg Marathon haben wir unsere Startunterlagen abgeholt. Beim Anblick des Zielbogens war es mit der inneren Ruhe gänzlich vorbei. w20151018_084046Die Strecke war kleinlichst begutachtet. G.A.M. (google assistant memories) Kontrollfreaks eben. In Kombination mit meinem Schwesterherz war uns so gut wie jeder Streckenteil bekannt. Allerdings ohne je da gewesen zu sein.

Raceday! 3,5 Stunden vor dem Lauf klingelt der Wecker. Alles liegt bereit, innerhalb von wenigen Minuten könnte es losgehen. Da ein gutes Frühstück wirklich wichtig ist treffen wir uns bei „Griesgram dem Groben“ (insider), um auch die letzten Speicher zu füllen. Irgendwie fällt mir das Schlucken nicht mehr so leicht. Anspannung macht sich mächtig breit. …oder Angst? Die letzten 30 Minuten vor dem Start verfliegen nahezu. Ich habe mich gut eingeordnet unter den Startern. Ich muß fast niemanden überholen, alles um mich herum läuft „mein“ Tempo. Die ersten Kilometer gehen durch die sehenswerte Magdeburger Innenstadt. Entlang der Elbe, vorbei am Magdeburger Dom und am Huntertwasserhaus. Ich bin so oft abgelenkt, dass ich mich mehrmals auf jedem Kilometer bremsen muss um nicht unter eine 5er Pace zu kommen. Bei Kilometer 8 stehen meine Freundin Anja und mein Neffe Cedric und feuern uns an. Das motiviert noch einmal. Wenn wir uns das nächste Mal sehen, dann nur wenige Meter vor meinem großen Ziel.

Die Strecke führt weiter durch den Elbauenpark. Ich bin in Fahrt und habe einen guten Rhythmus gefunden. Nichts zwickt, drückt oder reibt irgendwo. Etwa bei Kilometer 21 kommt der berüchtigte Weinberg. Viel darüber gehört und gelesen war dieser Anstieg, ein bedrohliches Fragezeichen. Das mittlerweile sehr lang gezogene Läuferfeld hat sich an diesem Berg tatsächlich zerrissen. Ich fand den „Rummel“, der um diesen „Berg“ gemacht wird völlig übertrieben. Direkt danach kam ein kurzer giftiger Anstieg hinauf zum Wasserstraßenkreuz Hohenwarthe, der längsten Kanalbrücke Europas. Auf dieser Trogbrücke war ich noch einmal so abgelenkt, dass meine Pace wieder unter 5 Minuten viel. Bei Kilometer 25 kam die Wende. Wieder auf der Kanalbrücke, zurück Richtung Magdeburg sah ich als erstes Mario auf der anderen Seite. Ebenfalls sehr gut unterwegs, ich schätzte nichtmal 5 Minuten hinter mir. Keine weiteren 5 Minuten später sah ich dann Sandra auf der anderen Kanalseite. Ebenfalls beide Daumen nach oben und sehr locker laufend. Wir waren alle viel besser unterwegs als im besten Fall geglaubt. Funfact: Aus meiner Playlist habe ich die H-Blockx im Ohr – fühle mich allein (reichlich 50 Meter vor und hinter mir keiner) – bestens gelaunt singe ich sogar mit – „How do you feel? How do you feeeeel?“ – Oh! Zwei DRK`ler versteckt – mit breitem Grinsen. Ups 😀

Weiter geht`s über Lostau und die Elbwiesen zum Herrenkrug. Ein etwa 10 Kilometer langes Stück wovor ich viel Respekt hatte. Lange Stücken mit weiter Sicht nach vorn. Bei km 36 habe ich mein letztes „Notfallgel“ noch verspeißt. wMDM15KK076000_0363Mit diesem positiven Kick für den Kopf, konnte ich jetzt auf mehrere Läufer vor mir auflaufen und so bestimmt noch 10 Plätze gut machen. Bei der letzten Verpflegungsstation am Herrenkrug waren dann aber fast alle Körner aufgebraucht. Ich habe mit großer Anstrengung versucht eine 5,30er Pace zu halten, was aber kaum noch gelang. Los! Noch 2 Kilometer schleppen! 3 Stunden 45 Minuten sind definitiv drin! Ich hab mich keuchen hören. Deichkind und „Denken Sie Groß“ im Ohr. Innerlich musste ich lachen. Äußerlich dürfte aber nichts angekommen sein. Kilometer 41. Zeit die Musik aus den Ohren zu nehmen. Viele Zuschauer die ununterbrochen klatschten auf den letzten Metern. Ist das Geil! In der letzten Kurve seh ich Anja. Zeit für einen Kuß muß sein! Schließlich hat sie meinen ganzen Vorbereitungszirkus ertragen müssen. Danke mein Marathonengel! Dann der Blick zum Zielbogen. 100 Meter jubelde Zuschauer. Was? Für mich? Ich merke wie sich eine Träne im Auge sammelt. HERZLICHEN GLÜCKWUNSCH! Sagt er und hängt mir die Finisher-Medaille um. Sch… die Wand an! Ich bin einen Marathon gelaufen!! Vor drei Jahren 110 Kilo auf der Wage. Sport war was im Fernsehen. Unfucking fassbar! 3 Stunden, 40 Minuten und 21 Sekunden. Bevor meine Gedanken noch mehr Sachen hervorbrachten hörte ich meinen Namen. RONNY!! … meine Eltern! Extra für den Zieleinlauf von Chemnitz nach Magdeburg gekommen. Ich habe mich unbeschreiblich gefreut. Mein erster Marathon. Das war mir so wichtig. Ich hätte nicht gedacht, dass sie die Größe der Bedeutung für mich so einschätzen können. Ich liebe euch! Die Zeitabstände zu Mario und Sandra sind seit der Kanalbrücke etwa gleich geblieben. Für sie ist unsere Marathonpremiere ebenso gut gelaufen wie für mich. (Teamwertung Platz 5!)

Und nun?! Ich bin positiv überrascht wie schnell es mir wieder gut ging. Ein leichter Muskelkater am Tag danach, aber sonst keinerlei Schmerzen. Nun heißt es einen Marathon für 2016 zu suchen. Fakt!

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