recesky TLR kamera bausatz

meine erste HANDMADE-kamera, denn diese kamera wird als bausatz geliefert. die erfahrungsberichte, welche ich vorab im internet gefunden hatte, gingen von „ganz einfach“ bis „unter aller sau“. der geduldigste bastler bin ich bei weitem nicht. und so war ich auch nicht ganz so zuversichtlich was das gelingen anbetraf. und demzufolge schon beim auspacken der erste schock: „verdammt sind das viele federn, zahnräder, schrauben und undefinierbare kleinteile.“ die anleitung zur montage war zum glück zweisprachig (chinesisch und so etwas wie englisch)  UND mit bildchen! 🙂 als die gesammten teile der kamera dann vor mir ausgebreitet waren, dachte ich mir „das schaffste nie!“

nach jedem abgearbeiteten punkt der bauanleitung hatte ich die beführchtung, dass ich es beim nächsten schritt, ganz bestimmt in den sand setzen werde. seltsamer weise hat immer alles perfekt gepasst! so war jeder bauabschnitt ein glücksgefühl. wenn der eingesetzte verschluss der kamera zum ersten mal „klick“ macht, oder auf der mattscheibe, im lichtschacht, das erste scharfe bild sichtbar ist, … ist mit worten nicht beschreibbar! – ja, das klingt wie eine mutter die von ihrem kind spricht. … ist aber so!

die kamera war fertig. doch was kann man für einen qualitätsanspruch haben, wenn man als grobmotoriker eine kamera zusammenbaut? ich habe unterbelichtete und unscharfe bilder erwartet. nix wirklich brauchbares. aber auch hier wurden alle erwartungen übertroffen! der erste blick auf die entwickelten negative, und „… meine fresse, wie geil!“

aus lomografischer sicht ist die kamera ein traum! die linsen haben eine randunschärfe wie aus dem lehrbuch. das objektiv zeigt eine ziemlich starke vignettierung, und die farben knallen als wär fasching. mein fazit: die Recesky TLR Kamera ist eine „do it yourself“ erfahrung mit mehrfachen wow-effekt!!!

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quicksnap on tour

„Achtung Post Mitarbeiter!

Bitte hilf uns bei unserem Fotoprojekt! Diese Kamera reist von Deutschland nach England und zurück. Wir sammeln so Bilder der Menschen und in erster Linie der Orte wo sich die Kamera befindet. Bitte hilf uns indem Du ein Foto machst und gebe sie danach weiter!“

mit dieser aufschrift & bitte habe ich, am 11. februar 2012, eine einwegkamera (als päckchen) auf die reise nach england geschickt. ob sich die postler auf diesen „spaß“ überhaupt einlassen würden wusste ich nicht. am 21. februar kam die „empfangsbestätigung“ einer freundin aus england. die kamera war zumindest erstmal heil auf der insel angekommen.

o-ton postbeamtin bei der abgabe in chemnitz: „sind sie sich sicher dass sie das SO versenden möchten? DAS geht garantiert kaputt auf dem band. und einen nachweis haben sie so oder so nicht! also können sie DAS auch gleich als maxibrief versenden. ist billiger.“

das farblich so auffällig wie möglich gestaltete päckchen wurde von der befreundeten fotografin in england wieder auf den postweg nach chemnitz geschickt. am 15. märz ist die einwegkamera (ebenfalls unbeschädigt) wieder hier in meinem briefkasten gelandet. überraschend waren auch die 17 gemachten aufnahmen während der reise.

mein fazit: hätte ich die kamera nur innerhalb deutschlands verschickt, hätten wir nur ein einziges bild als ausbeute. der rest der aufnahmen stammt komplett von der royal mail! ich möchte nicht beginnen über die deutsche mentalität zu diskutieren. spaß bewiesen haben jedoch lediglich die angestellten der royal mail!

o-ton postbeamtin bei der abgabe in chemnitz: „gut, wenn sie es so wollen.“

many thanks to the staff of the royal mail! your fellow in germany can  learn a lot from you! i am not a real football fan, but as of today i hope for england! 🙂

ebenfalls vielen dank an miss J. aus east sussex!!! ohne dich wäre die kamera nie auf reisen gegangen! besten dank!!!