Preventorium Dolnhain

Abgelegen, und umgeben von Wald und Wiesen versteckt sich diese ehemalige Lungen-Heilanstalt.  Erbaut wurde das Preventorium um an Tuberkolose erkrankte Kindern zu behandenl. In dem Gebäude war Platz für 150 Patienten. PKAufgrund der Fortschritte in der Medizin und somit der fast vollständigen Ausgerottung der  Tuberkulose, wurde das Krankenhaus nicht mehr benötigt und stillgelegt.

Unser „Schmankerl“ war definitiv das alte Feuerwehrauto vor dem Gebäude. Wir haben selten so viel Spaß beim Gruppenfoto gehabt 🙂

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Bowling Mill

Die „Bowling Mill“ stand während der Planung des Trips mit auf unserer Liste, wurde dann aber fälschlicher Weise „abgewählt“. Jedoch war es dann die zufällige Vorbeifahrt, die uns überzeugte, die Mühle am nächsten Tag doch noch zu besuchen.

PKDie Mühle wurde 1920 gebaut. Nach dem 2. Weltkrieg wurde der Betrieb an das Stromnetz angeschlossen, was die Nutzung der Windkraft überflüssig machte. 1954 bekam die Mühle ihren weißen Anstrich („Witte Mole“) und wurde als Restaurant und Cafè genutzt. Die letzten Eigentümer betrieben an der Mühle eine Bowling Bahn und wollten den gesamten Bereich zu einem Spielcasino erweitern. 2009 unterzeichnen der Eigentümer und die Stadt eine Vereinbarung, die „Weiße Mühle“ zu restaurieren um den historischen Zustand der Mühle wiederherzustellen. Der Grund, warum mit diesen Arbeiten noch nicht begonnen wurde, ist mir unbekannt.

Chateau du Grand-Ferrand

Das Chateau du Grand-Ferrand liegt etwas abseits der Zivilisation, versteckt in einem Waldgebiet. Bepackt mit unserer Ausrüstung marschierten wir los. Wie an jeder Location, eingehüllt in eine Wolke Zeckenschutzspray. Die Zeckenschutz-Zeremonie allein wäre ansich einen extra Bericht wert. 😀 Abseits des Weges wurde das Gestrüpp immer dichter bis wir durch das Geäst das Herrenhaus erahnen konnten. Beim ersten Blick durch ein Fenster war mir klar: Das wird Geil! (O-Ton Videografin „Hier braucht ihr ewig.“)

Das Chateau du Grand-Ferrand hat sich seinen Namen von einem Weingut in Bordeaux ausgeliehen. Die ehemaligen Besitzer hatten das Herrenhaus in ein Restaurant umgebaut. Die Spezialität des Hauses war seine große Auswahl an französischen Weinen. Die einzigen, die im Chateau heute noch Weine verkosten, sind die Geister der letzten „Geschlossenen“ Gesellschaft.

Auf geht’s zur Weinprobe der anderen Art.

Die Wartezeit, einen kurzen aber häftigen Regenschauer im Chateau auszusitzen, nutzten wir sinnvollst (!) für ein Gruppenfoto.

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Villa Wallfahrt

Die Villa Wallfahrt war der Hauptgrund warum wir uns für eine Urbex-Tour durch Belgien entschieden hatten. Das (gefühlt) meistfotografierteste Objekt unter Urban Explorern. Diese Tatsache ist Fluch und Segen zugleich.

Sie stand am Tag 2 als erste Lokation auf der Liste. Zeitiges kommen sichert gute Plätze. So parkten wir schon zum Sonnenaufgang, kurz vor 6:00 Uhr, bei der Villa ein. Begrüßt von einer Nonne! Sie fand uns 4, in schwarz gekleidete Personen, in einem Auto mit ERZ-Kennzeichen, zu dieser (geradeso) Tageszeit, mit Sicherheit ebenso spooky wie wir sie an diesem Ort. Es ist ein stark gewöhnungsbedürftiges Gefühl ein Haus zu betreten in dem die Betten noch gemacht sind. Wo die Tageszeitung mit der Kaffeetasse auf dem Tisch steht, der Schlafanzug fein zusammengelegt auf dem Bett liegt, und sogar die Familienfotos noch an den Wänden hängen. Der Charm der Villa Wallfahrt ist einfach überwäligend!

Die Villa wurde im Jahre 1897 von einem Priester gebaut, darauf ist es auch zurückzuführen dass eine kleine Kapelle zum Haus gehört. Leider konnten wir anhand der unzähligen privaten Papiere im Haus nicht genau rekonstruieren wer die letzten Bewohner waren.

Ganz makellos war diese Location aber doch nicht. Mit Sicherheitede werden dort jede Woche Möbel verschoben, was wir sehr bedauern! Fast alle Statuen fehlen oder sind beschädigt. „Hinterlasse nichts außer deinen Fußspuren“ wurde aber trotzdem reichlich zelebriert! Die dreckigen Fußböden passen nicht mehr zum Gesamtbild.

Amen!

…  Gerüchten zufolge fand noch niemand ein Bad …

Atelier DECOR

Bei unserer ersten Vorbeifahrt an der Villa sahen wir schon, wie eine Gruppe anderer Fotografen gerade dabei waren das verwachsene Haus zu betreten. Kurze Parkplatzsuche und dann schnell hinterher. Wie sich herausstellen sollte, war in dem Atelier DECOR „anstellen“ angesagt. Irgendwer hat auch die Fotografen gezählt und ist auf immerhin 11 gekommen. Wir waren die einzigen deutschen, deswegen war die Kommunikation ein wenig … marode.fg

Auf dem Grundstück befindet sich, hinter der Villa, das eigentlich interessantere Atelier. Die ehemaligen Besitzer erschufen dort kleine Kunstwerke für Gärten und Parks. Seit dem letzten Arbeitstag im Atelier steht die Zeit dort still. Der Ort ist immer noch voll mit Skulpturen, Formen und Farben und die Kreativität des Künstlers ist überall greifbar. In der Villa gibt es einen kleinen Ausstellungsraum, wo die Kunden Ihre Bestellungen aufgeben konnten.

Der perfekte Tagesabschluss für uns. Das Atelier DECOR bekam von uns ein einstimmiges „WOW“! Dies war ein wirklich magischer Ort!

Villa „Onder Ons“

Diese Villa war uns aus unseren Recherchen als sehr detailreich in Erinnerung. Sie liegt in einem dicht bebauten Stadteil einer belgischen Kleinstadt. Was uns als erstes dort erwartete war ein  auffällig gut gepflegter Vorgarten. War die Villa etwa wieder bewohnt? Ein Hühnerstall mit zahlreichen Bewohnern, auch ein Katzenpärchen beobachtete uns auf dem Weg um das Haus. Beim öffnen der Tür schlug mir das Herz schon bis zum Hals!

Der spontane Bluthochdruck ließ aber mit dem ersten Blick ins Haus sofort nach. Definitiv nicht bewohnt! In der Küche (ich denke zumindest dass es die Küche war) hat es mal gebrannt. Die Villa war so dicht zugewachsen dass selbst in der 1. Etage kaum Tageslicht durch die Fenster kam. Keine guten Bedingungen für unsere Fotos. Einige Zimmer waren recht leer – andere dafür regelrecht überschüttet mit den Sachen der ehemaligen Bewohner. Detailreich deswegen ja, aber …

Wir waren in keiner Location so kurz wie in dieser. Einstimmige Meinung: „Wir hatten etwas anderes erwartet.“