Noch einmal 2016

Ich hab da mal was vorbereitet. (OK, die Idee ist nicht von mir) Alle meine 240 Läufe im Jahr 2016 mit insgesamt 3200 Kilometern zum zoomen. 😀

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Sag niemals Nie!

Ich bin geworden, was ich nie werden wollte. Ein Laufjunkie! Mein altes Couchpotato-Ich hatte immer einen Witz über Sport parat. Ich fand es zum kotzen wenn sich andere nur über ihre kommenden Wettkämpfe unterhalten haben. Stundenlang! Selbst in meinem ersten Jahr als Läufer … HALT! … „Jogger“ ist für das erste Jahr passender … selbst in meinem ersten Jahr habe ich noch strikt abgelehnt bei Laufveranstaltungen teitzunehmen. In meinen Gedächtnis eingebrannt hat sich ein kurzes Gespräch mit einem Nachbarn. Ich bin mit knallrotem Kopf von meiner 6 Kilometer Runde gekommen und er fragte mich „Du wirst wohl jetzt auch so ein verrückter was? So oft wie du Sport machst.“ (Damals war das etwa 2x pro Woche. Würde mich mal interessieren wie der mich heute nennen würde 😀 ) „Machst du da jetzt etwa auch bei diesen Wettläufen mit, Marathon oder so?“ Ich habe ihn damals geantwortet: Nein, nie im Leben! Auf sowas hab ich keine Lust. Ich mach das nur für mich allein! Werde ich nie mitmachen! Echt!

Und heute? Heute plane ich schon ab Oktober die Anmeldungen für das nächste Jahr. Ich stehe gern am Sonntag Morgen um 6.00 Uhr auf, um irgendwo hin zu fahren und mit anderen „bekloppten“ zu laufen. Heute unterhalte ich mich stundenlang mit Freunden über Wettkämpfe, Trainingspläne, Laufzeugs oder die richtige Ernährung. Ich bin mir sicher, irgendwo sitzt einer, hört uns zu und findet das ziemlich zum kotzen. 😀 Ich bin gern zum Laufjunkie motiert! Ich bin sogar richtig froh die Kurve bekommen zu haben! Wenn ich den Freundeskreis meines Couchpotato-Ichs heute betrachte, ist deren maximale sportliche Betätigung ein Fußballspiel auf der Playstation. …um 3 Uhr nachts und nach dem 3.  5. Schnaps.

Eigentlich wollte ich ja einen Jahresrückblick schreiben, aber was soll ich für jeden meiner 240 Einheiten in 2016 nach Superlativen suchen? Auf keinen einzelnen meiner 3200 Kilometer hätte ich verzichten wollen . Alle 16 Wettkämpfe mit 273 Wettkampfkilometer haben mir gezeigt, alles richtig gemacht zu haben!

  • Hallenmarathon Senftenberg – Halbmarathon
    AK – 2. Platz
  • Citylauf Dresden – 10km
    Neue perönliche Bestzeit auf 10 Kilometer – 40:37 Minuten
  • Oberelbe Marathon – Halbmarathon
    Neue perönliche Bestzeit auf Halbmarathon – 1.28:29 Std.
  • Oederaner Lauftag – 10km
  • Adelsberglauf – 10km
    AK – 2.Platz
  • Skatstadtmarathon Altenburg – Halbmarathon
  • Chemnitz Marathon – Halbmarathon
    AK – 3. Platz
  • Laufend gegen Krebs – 30km
    Gesamt – 3.meiste Rundenzahl
  • Leipziger Nachtlauf – 10km
  • Strongmanrun Ferropolis
  • Sparkassen Marathon Plauen – Marathon
  • Fichtelberglauf
  • Dresden Marathon – Halbmarathon
  • Glauchauer Herbstlauf – 10km
  • Adventslauf des SV Vorwärts Zwickau – 10km
  • Potsdamer Silvesterlauf – 7,5km Crosslauf

Danke Anja für 16 mal rucksacktragen und die Hilfe bei jeder Laufveranstaltung! Danke Sandra, Mario und meine Eltern für euren Support!

Das Jahr 2017 wird für mich ein besonders spannendes werden. Dazu aber in ein paar Tagen mehr. #fuelledbyscience 😉

Damit Sie auch morgen noch kraftvoll zugreifen können

Im ersten Teil meiner FISHERMAN’S FRIEND StrongmanRun Vorbereitung will ich dir zeigen wie du in deinem Alltag quasi „zwischendurch“ trainieren kannst.
Beim Lauftraining selbst vernachlässigt man die Kraft in den Armen oder trainiert diese erst gar nicht. Ist ja ansich auch nicht sooo notwendig. Beim Strongmanrun ist das allerdings ein klein wenig anders. Etwas Power in den Armen sowie Greifkraft sind sehr wichtig. Keine Angst, du musst nicht aussehen wie Arnie, ein bisschen mehr Kondition ist aber hilfreich.
Besorge dir Handexpander. Keine Ahnung ob die sich wirklich so nennen. Handgreifer, Fingerhandeln oder Handtrimmer habe ich auch schon als Bezeichnung gelesen. Kaufe nicht nur einen! Mindestens 4 Stück! sportograf-59469111_lowresEinen davon legst du dir ins Auto. Jede rote Ampel und jeder Stau wird so zur kleinen Trainingseinheit. Einen? Ja nur einen in`s Auto. Freihändig fahren ist … uncool. Die Hände abwechselnd „bearbeiten“.
Nummer Zwei legst du an deinem Arbeitsplatz neben das Telefon. (bei bedarf auch zu Haus) Jeder Endlos-Monolog eines Anrufers gibt dir jetzt Gelegenheit zum StrongmanRun Training. Der Dritte liegt auf dem Couchtisch! Statt in der Werbepause zum Kühlschrank zu gehen und dir ein Bier zu holen, kannst du die Zeit nutzen, um deine Unterarme ein wenig aufzupumpen. …das Bier kannst du dir ja trotzdem mitbringen lassen. 😀
Den letzten leg dir zur Toilette! Beim nächsten Besuch hat dann dein Smartphone dort Hausverbot. 😉

Im Alltag sollte man sowieso Treppen steigen anstelle des Lifts. Oberschenkelmuskeln kann man beim StrongmanRun nie genug haben. Soviele Stockwerke werden nur die wenigsten zur Verfügung haben um nebenbei die Oberschenkel zu trainieren. Es gibt eine Übung … (…im hüftbreiten Stand mit dem Rücken an eine Wand anlehnen und langsam nach unten bewegen, bis Ober- und Unterschenkel im rechten Winkel zueinander stehen. Diese Stellung so lange halten wie möglich.) …die ich ein klein wenig abgeändert, zwischendurch auch machen kann, wenn ich keine Wand zur Verfügung habe. sportograf-59460490_lowres
Langsam in die Knie gehen und auf halber Strecke stoppen und so halten. Das geht zum Beispiel wieder während eines Telefonats – auch in Kombination mit der Handquetsche. Dies kannst du immer und überall tun, wo du dich ungesehen fühlst. Wenn dich dann doch jemand dabei erwischt, wie du halb im knien, 5 Minuten vor der Mikrowelle wartest dann ist es Zeit für ein Outing. 🙂

Für mich als überzeugter Asphaltläufer war es schwer auf unebenen Untergrund zu laufen. Für die Stabilisierung des Fußgelenks und der Bänder ist ein Balance Board ideal. Ein stabiles Fußgelenk ist beim Lauf immer wichtig. Du solltest es also auch nach dem StrongmanRun weiter nutzen!
Beim nächsten mal geht`s dann man um das „RUN“ in StrongmanRun.

You Spin Me Right Round

„Laufen im Winter in der warmen Niederlausitzhalle beim Hallenmarathon.“ Spuckt Googel aus. Geil! Für mich als Minusgrade-Weichei genau die richtige Möglichkeit, mitten im Januar einen Wettkampf zu laufen. Etwa um die 16 Grad in der Halle. Mit steilen Anstiegen sollte ebenfalls nicht zu rechnen sein. Urlaub hab ich in dieser Woche zufällig auch – also schnellstens für den Mitternachts-Halbmarathon angemeldet. Geil! Oder? Scheiße! Was hab ich getan?? Ich liebe doch das Laufen durch die Natur. Landschaftsläufe wie der Oberelbe-Marathon und am besten noch mit 1000 Metern freie Sicht nach vorn. Und jetzt? Hole ich mir einen Drehwurm. 21 Kilometer oder 85 Runden auf einer ovalen 250 Meter Bahn mit überhöhten Kurven.  Egal. Zum Glück bin ich verrückt! Ich freue mich schon aus dem Grund, nach dem Untertagelauf im Januar 2015, auch 2016 wieder einen „Crazy Run“ im Winter gefunden zu haben. Außerdem war noch nie ein Lauf mit so vielen Verpflegungspunkten ausgestattet. 😀

Der Hallenmarathon in Senftenberg ist eigentlich ein ganzes Lauf-Wochenende. Angeboten werden Läufe zwischen 250 Metern und einem 50 Kilometer Ultra Marathon. (2017 ist sogar ein 100 Kilometer Ultra möglich!!!) Durch die guten Bedingungen in der Niederlausitzhalle wurden hier in der Leichtathletik viele Weltklasseleistungen erzielt, die bis heute als deutsche Rekorde Bestand haben.

Angekommen an der Halle sind wir um 10 Uhr am Morgen bei  Schneefall und Minusgraden. Das erste Empfinden im Inneren war „angenehm warm“. Ersteinmal. Die Halle war mit viel Liebe zum Detail hergerichtet. Lichterketten, Strahler, Laser und Spotlights erzeugten regelrechte Partystimmung. Fast erschrocken bin ich vor der Überhöhung in den Kurven. Ich hatte zwar davon gelesen, so stark hatte ich es allerdings nicht erwartet. Darauf komme ich gleich noch einmal zurück.
Beim 10km Lauf bekam ich einen Eindruck, wie „eng“ es auf der Bahn wird, wenn 75 Läufer auf der Strecke sind. Beim durchschauen der Startliste ist mir aufgefallen, dass manche Starter für jeden Wettbewerb gemeldet waren. JEDEN! 3, 5, 10, 21, 42 und am nächsten Morgen die 50 Kilometer! Das sind wohl die Erfinder von „alleBekloppt“! Und Hut ab vor der Leistung! Die Musik in der Halle war so früh am Tag eine Art Schlagerparade. Naja – das machte mir ein wenig Angst. (O-Ton Angstzentrum: Atemlos durch die Nacht.) Mit der Anmeldung für seinen Wettbewerb, hatte man drei Musikwünsche frei. Bei meinem Lauf war der Schlagerpegel glücklicherweise sehr gering. Schneller Techno, HipHop und ordentlicher Rock waren gut gemischt. Den Tag wollten wir nutzen um uns Senftenberg anzusehen, denn der Halbmarathon startete erst kurz vor Mitternacht.

Am Abend war es in der Halle noch etwas wärmer geworden. Wie ich später feststellte, war scheinbar auch weniger Sauerstoff in der Luft. Die Stimmung stieg und die Freude war groß als ich mich endlich zum Start aufstellen konnte. Im Läuferfeld umgesehen, habe ich mich angesichts meiner derzeitigen Leistung, im letzten Drittel eingeordnet. Meine ausgedruckte Rundenzeitentabelle war relativ nutzlos. Im dunklen war der Blick auf die Uhr am Handgelenk nicht so einfach.

5 – 4 – 3 – 2 – 1 LOS!! Die Meter bis zur ersten Kurve wollte ich Vollgas geben um den Stau zu vermeiden. Die Idee hatten aber alle anderen auch und so musste ich schon in die erste Kurve auf Bahn 3. Nach ein/zwei Runden lockerte es ein wenig mehr auf. Das Läuferfeld zog sich überraschend schnell in die Länge. Ich war recht gut dabei. Wie mir Anja hinterher sagte sogar bis kurz vor Schluss in den besten 10.
Die Bahn war angenehm zu laufen. Griffig und doch weich. Abgelenkt durch Überholvorgänge vergingen die ersten 40 Runden recht flott und gleichmäßig. Dann machte sich aber die trockene Luft bemerkbar. Ich trinke bei einem Halbmarathon fast nie. (außer es sind 30 Grad im Schatten) In der zweiten Hälfte musste ich ganze 4 mal an den Verpflegungstischen Tempo raus nehmen. Gut dass man alle 250 Meter einen Verpflegungspunkt hatte! 😉 Konnte man frei durch die Kurven laufen, hatte man ganz innen eine etwa 50cm breite Bahn die eben war. Das Vergnügen hatte ich allerdings nicht allzu oft. In zweiter, teilweise sogar auf der dritten Bahn ging es durch die überhöhten Kurven um andere Läufer zu überholen. Das bekam ich im Oberschenkel gegen Ende immer mehr zu spüren. Außerdem ruschte mein Fuß im Schuh, in den Kurven nach innen. Unangenehm. Ich schätzte mich gegen Ende gar nicht so schlecht ein. „In der ersten Hälfte bin ich bestimmt.“
Deswegen habe ich es mir in den letzten 10-15 Runden auch gegönnt nicht mehr in den Kurven zu überholen. Gegönnt? Hm, …naja, … ich konnte nicht mehr … trifft es auch. Beim durchsehen der Rundenzeiten und der Ergebnisse ist mir dann aufgefallen dass genau das „nicht mehr überholen“ mich aus den Top10 geworfen hat und mir den Sieg in der Altersklasse gekostet hat. Aber egal! Es wär nicht mehr gegangen! Außerdem bin ich mit meiner Zeit, Gesamt Platz 13 und AK Platz 2 sehr zufrieden!
Die Rundenanzeige, die den Läufern die Zeit und die noch zu laufenden Runden anzeigt, hätte etwas sichtbarer angebracht werden können. Wenn man in einem Bulg über die Zeitmessung läuft, ist es fast unmöglich sich im vorbeirennen zu finden. Mir persönlich wäre eine Anzeige der „noch zu laufenden Kilometer“ lieber gewesen als die verbleibenden Runden. Die schönste Angabe hinter meiner Startnummer war definitiv „Noch 1 Runde“ 😀 Sonst kann ich den Hallenmarathon in Senftenberg aber nur loben! Organisation, Verpflegung, Zustand der Halle, Musik und Lichtshow – sehr gut!

Starke Vorbereitung

Habt ihr euch auch schon angemeldet für einen der Fisherman’s Friend StrongmanRuns 2016? Gelegenheiten bieten sich in diesem Jahr so viele wie nie zuvor. Das Jahr beginnt gleich mit zwei Premieren. GO HEAVY! heisst es am 16. April in Wacken! UND zum ersten mal ist es möglich, sich beim Fisherman’s Friend StrongmanRun auf einer „Kurzstrecke“ über 10km zu versuchen. Die ideale Möglichkeit das berüchtigte StrongmanRun-Feeling zu bekommen, auch wenn ihr euch noch nicht über die vollen 20km traut! (Die Kurzdistanz wird übrigens dieses Jahr bei jeder Austragung angeboten!)
GO BIG! …ist die perfekte Beschreibung für das Original. Am 21. Mai startet der legendäre Lauf in der „grünen Hölle“ auf dem Nürburgring. Ich prophezeie euch einen Run, den ihr nie vergessen werdet!sportograf-59546056_lowres
Mein Fisherman’s Friend StrongmanRun Highlight steigt am 20. August. GO DARK! Der Startschuss fällt in Ferropolis erst nach Einbruch der Dunkelheit. Wer glaubt, läuferisch schon alles erlebt zu haben, sollte „in der Stadt aus Eisen“ unbedingt am Start stehen!

Im letzten Jahr war der StrongmanRun am Nürburgring mein erstes Mal. In der Vorbereitungszeit schwankte meine Gefühlslage zwischen Euphorie, Respekt und Schiss. Auf jeden Fall hatte ich aber einen mordsmäßigen Bock darauf diesen berühmt-berüchtigten Hindernislauf zu finishen!
11850612_1104702936225749_3445980461366331660_oIch wusste nicht genau was auf mich zukommen wird, also wusste ich ebenso wenig, wie ich mich ideal vorbereiten sollte. Als Kontrollfreak hatte ich fast jede Minute Videomaterial auf Youtube gesichtet um festzustellen, ein normales Lauftraining reicht hier nicht. Wie meine Mischung aus Kraft- und Lauftraining ausgesehen hat, werde ich euch hier in den nächsten Wochen zeigen. Was ihr bis dahin machen könntet? …euch anmelden! Den eigenen Namen in der Startliste lesen motiviert auch schon. Mit dieser Motivation rocken wir den Fisherman’s Friend StrongmanRun 2016 zusammen! Achja, und folgt diesem Blog oder meinem twitter-Account >> um nix zu verpassen. 😉