VEB Stra Cervisia

Im Jahr 1923 gründet sich in dieser Kleinstadt ein Spinnstoffbetrieb. Das Haupterzeugnis lag in der Fertigung von Spinnstoffen aus Kunstseide und Zellwolle. 1946 wird das Unternehmen enteignet und in das Volkseigentum überführt. Der Betrieb wird führend in der textilen Kunststoffverarbeitung – europaweit. Mit der deutschen Wiedervereinigung wird ein Großteil der Belegschaft erst entlassen. Dann gelingt die Umwandlung in eine GmbH und man setzt die Fertigung fort. Das Zurückgewinnen der ehemaligen Belegschaft gelingt nur in wenigen Fällen. Doch 2006 meldet das Unternehmen Insolvenz an und stellt die Fertigung ein. Bei mehreren Zwangsversteigerungen gab es keinen einzigen Interessenten. Keiner bot Geld für das autobahnnahe Areal in bester Lage.

Im Gebäude liegen noch zahlreiche Unterlagen aus allen Zeitabschnitten. Diese Location ist durch das Labor, die Büros, Werkstätten und die verbliebenen Werkstoffe sehr interessant. Beim Besuch des alten VEB ereignete sich noch etwas sehr Mysteriöses. Wir befanden uns im 2. OG, in einem verlassenen Büro. Plötzlich klingelte im Gebäude ein Telefon. Vom Klang her ein sehr altes Exemplar mit Wählscheibe. Nach Rücksprache ereilte auch andere Urbexer dieses Phänomen. Was war da los? Wie kann in einem seit Jahren leerstehenden Gebäude, in dem kein Strom mehr anliegt, ein Telefon klingeln? Da wir zu der Zeit schon wieder auf dem Weg nach unten waren, entschieden wir uns das Gebäude umgehend zu verlassen. Ein Lost Place bei dem man sich durch die vorbeiführenden Straßen eh schon beobachtet vorkommt.

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