Maison Anna

Bei so mancher Geschichte über einen verlassenen Ort ist es angebracht nicht alles zu glauben. Im Netz kursieren zum Teil mehrere Geschichten über ein und das selbe Haus. Auch ich habe schon ab und an eine solche Geschichte aufgegriffen und „weitererzählt“. Wenn ich das getan habe, habe ich immer erwähnt, dass es nur eine „mögliche“ Version der Geschehnisse ist. Bei der Maison Anna habe ich im Netz fast gar nix gefunden. Außer das folgende. Zwar kann man sich aufgrund der vielen Hinweise im Haus das Leben sehr gut zusammensetzen … über das Verschwinden von Anna kann man aber nicht viel belegbares finden. Maison Anna ist ein kleines Haus in einem Dorfe im Norden von Luxemburg. Anna war eine Frau die sehr gläubig gewesen ist. Eine Ordensschwester die allein lebte und oft auf Hilfsmissionen im Ausland, meist Afrika, unterwegs war. Soweit die Fakten. Im Wohnzimmer hängt über dem Ofen ein Portrait von Papst Johannes Paul dem zweiten, der 2005 verstarb. Es liegt also nahe dass Maison Anna seit etwas über 10 Jahren leer steht, sonst hätte Anna ihr „Popstarportrait“ mit Sicherheit aktualisiert. Meine Netzfund-Geschichte sagt, dass Anna im Januar 2005 mit ihrem Hilfswerk nach Thailand flog um ihrem „Dienst an den Menschen“ nachzukommen. Wo genau sie den Tsunami Überlebenden half ist leider nicht erwähnt. Nur soviel, dass sich mit ihrem Abflug nach Bangkok alle Spuren verlieren und sie nicht wieder zurück kommt. Zustimmen kann ich jedenfalls dass es im Haus definitiv aussieht als ob dessen Bewohnerin wieder zurück kommen wollte. Neben dem Ofen ist Brennholz zurecht gelegt (passt zu Januar). Wollknäuel, Stricknadel und angefangene Arbeiten liegen noch wie „kurz zur Seite gelegt“. Geschirr ist abgewaschen aber nicht weggeräumt. Viel Spaß beim weiter Spekulieren … 😀

OK. Zurück zu unserer Ankunft. Wir haben zu jeder Location eine (wir nennen es Reiseunterlagen) Informationskarte. Andresse für`s Navi, Koordinaten, Anfahrtskarte, falls vorhanden eine Außenaufnahme und wenn wir haben – zusätzliche Infos. Bei der Maison Anna war notiert „sehr kleines Haus“. Ja; und tatsächlich haben die Chemnitzer Verkehrsbetriebe teilweise größere Wartehäuschen an Straßenbahnhaltestellen. Von außen ist es nur ein unscheinbares Haus, welches bereits Einsturzgefährdet aussieht und doch betritt man eine vergangene Welt wenn man in das Haus eintritt. Das es hier ein solcher Glücksgriff ist, wussten wir allerdings noch nicht. Es war kurz vor der Mittagszeit und die Anwohner, rund um das Haus, waren recht fleißig in ihren Vorgärten bei der Arbeit. Ziemlich ungut für uns wenn wir unauffällig, durch den verwachsenen Garten, hinters Haus wollen. Wir waren der Meinung, dass wir mit Stativen, Fototaschen u.s.w. noch auffälliger sind, also gingen wir dummerweise mit geringen Erwartungen und ohne großes Zubehör ins Haus. Noch einmal dümmer fanden wir, dass der einzig mögliche Parkplatz direkt neben dem Haus war. Na Klasse – vier fast komplett in schwarz gekleidete deutsche steigen aus ihrem Auto und verschwinden in einer belebten Siedlung in einem leer stehenden Haus. Sehr unauffällig. Also rein – Fotos – raus. HA! … dachten wir.

Schon im Keller bereuten wir unsere Minimalausrüstung! Viele Bilder sind leider nicht entstanden aber sie zeigen Maison Anna recht gut.

 

-> Ente, Ente, Ente, Ente, Ente, Ente, Ente, Ente, Ente, Ente, Ente, Ente 🙂 *Insider

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