Maison Hommel

Wenn einer eine Reise macht …

… dann kann er was erzählen. Kommt er zurück nach Hause, hat ein mancher sofort wieder Fernweh. Auf jeden Fall bin ich mir aber sicher, mit den coolsten Leuten unterwegs gewesen zu sein die ich kenne!!! Um dies besonders zu verdeutlichen mit drei Ausrufezeichen. 😀

Für unsere Luxembourg-Tour hatten wir viel zu viele Ziele recherchiert. So mussten wir im Vorfeld in „must-see“ und „Notlösung“ aufteilen. Zu viel ist nie genug! – Aber dazu komme ich sicher bei einer späteren Location nochmal.

Der Wecker klingelt kurz vor 5 Uhr. Wir starten immer vor Sonnenaufgang wenn wir ausländisch unterwegs sind. Immer so, dass wir kurz nach Sonnenaufgang an der ersten Location sind. Für mich ist die erste Location immer ziemlich wichtig. Ein Indikator für den ganzen Tag. Passt die erste … passen alle. Unsere erste Luxembourg Location war die Maison Hommel.
In einem kleinen Dorf, mitten in einer Siedlung neu gebauter Eigenheime steht das Haus was von der Anordnung der Gebäude her eher an einen kleinen Bauernhof erinnert. An das Hauptwohnhaus grenzten zwei Scheunen. Eine dritte, kleinere Scheune (heutzutage würde man Carport dazu sagen) bildete den Abschluss um den Hof.
Bewohnt wurde Maison Hommel – Achtung Überraschung – von Familie Hommel. Wobei im Haus auch Zahlreiche Dokumente einer Familie Müller zu finden sind. Mindestens zwei Hochzeiten zwischen beiden Familien hat es gegeben. François Hommel verstarb im Januar 1963. Die Kinder zog es in die Ferne, während die Witwe Hommel hier wohl ihren Lebensabend verbrachte und in den 90er Jahren verstarb.
Im Haus scheint (abgesehen vom dreck der vielen Besucher) seit fast 20 Jahren die Zeit stehen geblieben zu sein. Wir betreten das Haus und stehen direkt in einem … Musikzimmer?! … OK, reine Spekulation, das mit Schnitzereien verzierte Klavier ist aber eindeutig das Zentrum dieses kleinen Raumes. Schon hier fallen uns zahlreiche Dokumente und Briefe auf, die überall noch zu finden sind. Sehr interessant, denn so lernen wir Familie Hommel ein wenig kennen. Das Besondere an dieser Location (was ich hierzulande vermisse) ist die fast komplett vorhandene Einrichtung. Dazu kommen die besagten Unterlagen, Briefe und Postkarten – zum Teil noch aus dem ersten Weltkrieg. Man hat das Gefühl als sei dieses Anwesen fluchtartig verlassen worden. Ein merkwürdiger Geruch ist im ganzen Haus allgegenwärtig. Eine undefinierbare Mischung aus Schimmel, Moder und … Fuchspi..e?!
Erste Bilder aus dem inneren des Hauses habe ich im Netz aus dem Jahr 2010 gefunden. Zwischenzeitlich (2011?) muss wohl auch ein Geocach im Haus gewesen sein, was die Unordnung erklärt. Das ist mehr als schade! Aber auch wenn wir hier leider „etwas spät“ sind, ist Maison Hommel ein gelungener Einstieg in diesen Tag! Die Highlights überwiegen und es gibt viele Fotomotive in dieser Location.

Nun lasst uns teilhaben am Leben der Familie Hommel…

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