ich such` etwas was du nicht siehst

dienstag,  am 1. märz um 15 uhr kniee ich allein auf einem aussichtsturm. trotz meiner leichten höhenangst stecke ich beide arme durch das gelender der aussichtsplattform und fummel an der außenseite nach einer kleinen versteckten kuststoffbox. und das alles weil ich eine neue app auf meinem telefon installiert habe. logisch oder? 🙂

mal von anfang an: „c:geo app installieren?“ tausende … ach hunderttausende sinnlose apps für smartphones sind erhältlich. aber auch ein paar wirlich interessante! auf der suche nach einer „nützlichen“ app bin ich auf das besagte c:geo aufmerksam geworden. die beschreibung dazu sagte: „geocaching-anwendungen haben auf smartphones eine lange tradition. durch die steigende verbreitung von handys mit eingebautem GPS-chip, erfreut sich dieses freilufthobby für die ganze familie bereits seit ein paar jahren einer immer größeren bekanntheit und beliebtheit.“

die theorie war schnell verstanden. irgeneiner hat irgendwann irgendwo etwas versteckt. die sogenannte cashe. in dieser cashe befindet sich ein logbuch. dieser „irgendeiner“, der diese cashe versteckt hat, veröffentlicht lediglich die gps koordinaten des verstecks. mit hilfe dieser smartphone app sucht man diesen punkt.

also let`s play. das wollte ich testen. der weg geht mitten in die stadt oder mitten in den wald. der phantasie dieses „irgendeiner“ sind keine grenzen gesetzt. und das macht die suche auch enorm spannend! wenn der gps tracker im telefon angibt die gps koordinaten erreicht zu haben. liegt es dann an mir. suchen, und ein wenig mitdenken muß man schon.

wie bin ich nun auf den aussichtsturm gekommen … laut handy hatte ich das versteck exakt erreicht. dierekt unter dem aussichtsturm.  „schöner scheiß“ denn der gesamte waldboden war mit laub bedeckt. also schön durchs laub wühlen. und natürlich ständig kontollieren damit mich niemand sieht! außerdem wußte ich ja nicht nach was ich suchte. eine kleine filmdose? eine schlichte folietüte? oder eine high-end-tupper-dose?

die app sagte mir das der letzte fund dieser cashe nur zwei tage zurück lag. und insgesammt wurde sie seit oktober 2005 – 230 mal geloggt. sehr schön – denn scheinbar bin ich zu blöd sie zu finden. der gesammte boden war durchpflügt (foto rechts) und erst jetzt (ja, ist mir auch peinlich) komm ich auf den gedanken das es AUF dem aussichtsturm ist. so kommt es daß ich an der aussichtsplattform mit beiden armen durch das geländer greife und blind die rückseiten der stahlträger abtaste. und voila… eine verteilerdose ist mit einem magnet außen angepappt. YES!!!!

mein fazit: im umkreis von chemnitz zeigt die c:geo app 700 cashes an die gefunden werden wollen. „normale“ cashes, cashes bei denen rätsel gelöst werden müssen um das logbuch zu finden, mehrstufige caches, mystery chaches….. moderne schnitzeljagt dank smartphone. SUCHTGEFAHR!!!

wer es jetzt noch genauer wissen möchte: das sagt wikipedia über geocashing

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